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Douglas leiht sich 300 Millionen Euro für Zukäufe

Douglas sammelt frisches Geld für seine M&A-Strategie ein.
kasto80/iStock/Thinkstock/Getty Images

Douglas will sich 300 Millionen Euro von Investoren leihen. Die deutsche Parfümeriekette ist deshalb am heutigen Mittwoch auf potentielle Geldgeber zugegangen, wie der Branchendienst „Leveraged Commentary & Data“ (LCD), der zu S&P Global Market Intelligence gehört, berichtet. Die Deutsche Bank begleitet die Transaktion als physischer Bookrunner und Global Coordinator, das Closing der Transaktion soll im September erfolgen.

Mit den neuen Mitteln will Douglas-CFO Michael Rauch die Expansionsstrategie finanzieren, die der Private-Equity-Investor und Eigentümer CVC derzeit bei dem Unternehmen forciert. Im Konkreten sollen die Mittel für die jüngsten Zukäufe in Spanien und Italien verwendet werden. Im März hatte Douglas die Übernahme der spanischen Bodybell-Gruppe verkündet. Über den Deal war bereits im vergangenen November spekuliert worden. Mitte Mai folgte der Kauf der italienischen Wettbewerber Limoni und La Gardenia.

Douglas finanziert Übernahmen in Spanien und Italien

Dass es wegen der M&A-Deals gegebenenfalls eine „kleinere Kreditfinanzierung“ geben wird, hatte Douglas bereits angekündigt. Die 300 Millionen Euro sollen als weitere Tranche an den bereits bestehenden Term Loan B über 1,4 Milliarden Euro angedockt werden und ebenfalls bis August 2022 laufen.

Douglas hat die Preisspanne bei 350 bis 375 Basispunkten über dem Euribor, inklusive eines Euribor-Floors bei 0 Prozent, festgelegt. Die neue Finanzierung läge bei einem Pricing am oberen Ende der Spanne auf dem Zinsniveau der bestehenden Kreditlinie. Die Konditionen dieses Darlehens konnte die Parfümerie im Februar neu verhandeln und auf 3,75 Prozent senken.

Durch die neue Finanzierung wird der Verschuldungsgrad von Douglas auf 5,3x Ebitda steigen. Vor der Aufstockung lag der Wert noch bei 5,1x. Mit einem Eigenkapitalpolster von 47 Prozent sieht sich Douglas selbst nach wie vor solide kapitalisiert, wie das Unternehmen heute im Rahmen einer Investorenpräsentation mitteilte.

CVC treibt M&A-Strategie bei Douglas an

Die Parfümeriekette rechnet damit, dass die Übernahmen, die bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen, in den nächsten 12 Monaten Synergieeffekte von 14 Millionen Euro erzielen werden. Zudem sieht Douglas durch die Zukäufe Chancen für weiteres Umsatzwachstum.

Die Zukäufe in Spanien und Italien dürften nicht die letzten für Douglas gewesen sein. Das PE-geführte Unternehmen hat sich vorgenommen, in jedem Land, in dem es aktiv ist, zur Nummer 1 oder 2 in der Branche zu gehören.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Info

Welche Strategien andere PE-Investoren bei ihren Portfolio-Unternehmen verfolgen, erfahren Sie auf unserer Themenseite Private Equity.

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Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

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