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Finanzierungen: Hochtief, Strenesse, Datagroup

Hochtief platziert erneut einen ungerateten Bond.
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Neue ungeratete Hochtief-Anleihe hat einen Kupon von 3,875 Prozent

Der Baukonzern Hochtief hat eine weitere nicht-geratete Unternehmensanleihe platziert. Das Volumen beträgt 750 Millionen Euro, die Laufzeit sieben Jahre. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 3,875 Prozent p.a. ausgestattet. Mit dieser Transaktion hat Hochtief das derzeitige Marktfenster genutzt und ist eigenen Angaben zufolge auf breites Investoreninteresse gestoßen. „Das Orderbuch war in etwas mehr als einer Stunde mit fast 4,2 Milliarden Euro mehr als fünffach überzeichnet“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Mit der Emission hat das Unternehmens seine Investorenbasis erweitert: Die Anleihe wurde von Investoren in mehr als 30 Ländern gezeichnet.

Hochtief will mit dem Emissionserlös bestehende Finanzierungen ablösen und den Rest für allgemeine Unternehmenszwecke nutzen. Commerzbank, Deutsche Bank und HSBC agierten als Joint Lead Manager und Bookrunner. Erst im vergangenen Jahr hatte der Baukonzern die erste Anleihe in der Unternehmensgeschichte begeben.

Strenesse platziert Unternehmensanleihe

Das ModeunternehmenStrenesse hat im Rahmen einer Privatplatzierung eine Unternehmensanleihe in Höhe von 12 Millionen Euro im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz platziert. Der Anbieter von Premium-Designermode für Damen und Herren hat eigenen Angaben zufolge ausschließlich institutionelle Anleger angesprochen. Die Anleihe ist mit 9,0 Prozent verzinst und läuft ein Jahr. Das Wertpapier soll am 18. März in den Open Market der Deutschen Börse einbezogen werden.

Das Familienunternehmen, das derzeit in dritter Generation geführt wird, will mit dem Nettoemissionserlös vorrangig Finanzverbindlichkeiten ablösen, die strategische Neuausrichtung vorantreiben und das Unternehmenswachstum finanzieren. Strenesse will unter anderen Shops in Osteuropa und Asien eröffnen.

Close Brothers Seydler Bank hat die Transaktion als Sole Global Coordinator und Bookrunner, Conpair als Financial Advisor begleitet.

Datagroup platziert Schuldschein über 23,5 Millionen Euro

Die Datagroup hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 23,5 Millionen Euro platziert.  Ursprünglich hatte der Anbieter von IT-Services, IT-Solutions und IT-Consulting nur ein Emissionsvolumen von 20 Millionen Euro angestrebt. Mit dieser Platzierung strukturiert das Unternehmen seine Verbindlichkeiten neu: „Vormals kurzfristige Finanzierungsrahmen wurden auf eine langfristig zinsgesicherte Basis umgestellt“, heißt es in einer Mitteilung. „Dadurch verlängerte sich die durchschnittliche Laufzeit der Finanzverbindlichkeiten von 15 auf 50 Monate.“

Die Verschuldung des Unternehmens ist eigenen Angaben zufolge  im Rahmen der Consinto-Übernahme Anfang 2012 deutlich angestiegen, wobei ein hoher Anteil der Verbindlichkeiten kurzfristiger Natur war. Dieser Teil der Finanzverbindlichkeiten werde nun durch die neu aufgenommenen Mittel vollständig abgelöst, heißt es weiter.

Insgesamt bestehe das unbesicherte Darlehen aus drei Tranchen: 8,5 Millionen Euro sind nach drei Jahren fällig, wobei hier der überwiegende Anteil mit einem variablen Zinssatz ausgestattet ist. Jeweils 7,5 Millionen Euro mit fixem Zinssatz sind nach fünf bzw. sieben Jahren fällig. Die Landesbank Baden-Württemberg hat die Emission begleitet.

Lonza nimmt 300 Millionen Schweizer Franken zu 1,75 Prozent auf

Der Lifesciencekonzern Lonza emittiert über die Lonza Swiss Finanz eine Anleihe über 300 Millionen Schweizer Franken. Das Wertpapier läuft sechs Jahre und wird mit 1,75 Prozent verzinst. Die Schweizer wollen den Emissionserlös für allgemeine Finanzierungszwecke verwenden. Credit Suisse und UBS waren Joint Lead Manager der Emission, die Basler Kantonalbank agierte als Senior Co-Lead Manager.

Commerzbank befreit sich mit Kapitalerhöhung vom Staat

Die Commerzbank kündigt eine Kapitalerhöhung über 2,5 Milliarden Euro an. Das Institut will sich damit vom  staatlichen Einfluss befreien. Die Bank plant mit dem frischen Geld, die stillen Einlagen des Bankenrettungsfonds Soffin von rund 1,6 Milliarden Euro und der Allianz von 750 Millionen Euro vorzeitig komplett zurückzahlen. Zudem soll dadurch die harte Kernkapitalquote um einen Prozentpunkt auf 8,6% steigen. Umgesetzt werden soll die Kapitalerhöhung Mitte Mai bis Anfang Juni. Über den Bezugspreis, das Bezugsverhältnis sowie die Zahl der auszugebenden neuen Aktien und weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung will die Führung der Commerzbank später entscheiden.

Weitere Finanzierungen

Moody’s stuft das Rating von ATU von Caa1 auf Caa2 herunter, Ausblick negativ.

PNE Wind plant, voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2013 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 100 Millionen Euro am Prime Standard der Deutschen Börse zu platzieren.

S&P hebt die Bonität von Kabel Deutschland von BB- auf BB an, Ausblick stabil. Fitch bestätigt das langfristige Ausfallrating des Kabelnetzbetreibers bei BB. Der Ausblick ist ebenfalls stabil.

Moody’s bestätigt das B2-Rating von Styrolution, setzt aber den Ausblick von negativ auf stabil.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.

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