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Juwi erhält syndizierten Kredit über 252 Millionen Euro

Banken vertrauen Juwi mehr als die Staatsanwaltschaft
Juwi

Der nun vereinbarte syndizierte Kredit sichere „das operative Geschäft für die kommenden drei Jahre“, sagt Juwi-CFO Martin Winter und vergrößert den finanziellen Spielraum für Juwi. Das Finanzierungsvolumen liegt nach Darstellung Juwis um mehr als 25 Prozent über der Gesamtsumme der bisherigen bilateralen Kredite und deutlich über dem anvisierten Mindestvolumen. Teil des Konsortiums sind auch fünf Neubanken, darunter die KfW-Gruppe.

Juwi hatte sich 2012 strategisch neu aufgestellt und zugleich einen Konsolidierungs- und Sparkurs eingeschlagen. Der Spezialist für Anlagenbau im Bereich Erneuerbarer Energien  benötigt die finanziellen Mittel vor allem, um die Marktführerschaft im Bereich On-Shore-Windanlagen aufrecht zu erhalten und ausgewählte Auslandsmärkte zu erschließen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung sowie dem Aufbau eines Endkundengeschäftes mit grünem Strom und ökologischen Holzbrennstoffen.

Syndizierter Kredit: Willkommene gute Nachricht nach Compliance-Fall

Der Vertrauensbeweis der Banken kommt für Juwi sehr gelegen, nachdem der Windparkprojektierer zuletzt mit einem möglichen Compliance-Fall Schlagzeilen machte. Anfang des Monats wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt ein bislang nicht genau genanntes Vorstandsmitglied von Juwi sowie den früheren Thüringer Innenminister Christian Köckert anklagt. Köckert soll Juwi inoffiziell Informationen über einen geplanten Windpark zugespielt haben und im Gegenzug 80 000 Euro von der Juwi-Gruppe erhalten haben.

christiane.durner[at]finance-magazin.de

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