Der Hamburger SV hat endlich die Finanzierung der Stadionsanierung in trockenen Tüchern. Das ist nicht nur für den Fußballklub eine gute Nachricht, sondern für die ganze Nation. Denn das Volksparkstadion ist potentiell als Spielstätte bei der Fußballeuropameisterschaft in 18 Monaten vorgesehen.
Bis dahin müssen unter anderem die 44.000 Quadratmeter große Dachmembran und die Sanitäranlagen renoviert werden. Zunächst geschätzter Kostenpunkt: 20 bis 30 Millionen Euro. Viel Geld für den notorisch klammen Zweitligisten.
Die Finanzierung lief mal wieder HSV-like ab. Vor rund zwei Jahren hatte die Stadt Hamburg das Stadiongrundstück für 23,5 Millionen Euro abgekauft. Bedingung: Das Geld wird für die Sanierung des Volksparkstadions verwendet, die ja auch dem Image der Elbmetropole zuträglich wäre. Doch die Belastungen der Corona-Pandemie sorgten dafür, dass der HSV-Vorstand mit dem Geld Finanzlöcher stopfen musste. Nur rund 10 Millionen Euro sollen in die Stadionrenovierung geflossen sein.
Hinzu kam nun, dass die Baukosten in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen sind. Der Mittelbedarf stieg laut Medienberichten so von 23 Millionen auf 33 Millionen Euro. In Hamburg brauchte man nun wieder 20 Millionen Euro.
Ex-CFO Thomas Wüstefeld war daran gescheitert, die Finanzierungsprobleme zu lösen. Er hatte ein Konzept vorgelegt, brauchte hierfür aber eine Bürgschaft der Stadt Hamburg. Die Hansestadt wollte diese aber verständlicherweise nicht mehr geben. Das Vertrauen nach dem Grundstück-Deal war nicht mehr da.
Das HSV-Management um Alleinvorstand Jonas Boldt und Finanzleiter Eric Huwer mussten in den vergangenen Wochen entsprechend dringend Geld auftreiben, um das Finanzloch zu schließen. Dafür griffen die beiden Manager auf einen alten Bekannten zurück.
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