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Finanzierungen: Adidas, Vonovia, Traton

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Adidas hat sich wieder an den Kapitalmarkt gewagt. Foto: Robert – stock.adobe.com
Adidas hat sich wieder an den Kapitalmarkt gewagt. Foto: Robert – stock.adobe.com

Adidas mit neuer Anleihe

Adidas ist nach drei Jahren zurück am Bondmarkt. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat eine neue Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro platziert. Der Bond wird mit 2,75 Prozent verzinst bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Das Orderbuch sei in der Spitze mehr als vier Mal überzeichnet gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung von Adidas zur Transaktion. Final lag das Orderbuch bei 1 Milliarde Euro.

Die Erlöse aus der Emission sollen nun für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Unter anderem sollen bevorstehende Fälligkeiten refinanziert werden – insbesondere eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro, die am 21. November 2025 fällig wird.

BNP Paribas hat die Transaktion als Global Coordinator, zusammen mit Deutsche Bank, JP Morgan und Unicredit als Joint Active Bookrunners begleitet. BBVA und DZ Bank waren als Passive Bookrunners tätig. Linklaters hat Adidas beraten.

Milliardenemission von Vonovia

Der Immobilienkonzern Vonovia hat drei neue Serien von Euro-Bonds im Gesamtvolumen von 2,25 Milliarden Euro und Laufzeiten von sieben, elf und 15 Jahren am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihen werden nach Angaben der Bochumer mit durchschnittlich 3,96 Prozent verzinst. Die Orderbücher seien 3,4-fach überzeichnet gewesen.

Die Erlöse aus der Emission sollen vornehmlich für ein Rückkaufangebot von Vonovia-Anleihen mit Fälligkeiten bis 2027 verwendet werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Bochumer. Der Höchstannahmebetrag des Rückkaufangebots sei dabei auf das Volumen der neuen Anleiheemission begrenzt. Insgesamt umfasst das Rückkaufangebot vier Anleihen des Konzerns mit einem ausstehenden Nennbetrag von insgesamt 2,487 Milliarden Euro.

Traton platziert zwei neue Anleihen

Auch Traton war am Kapitalmarkt aktiv. Der Münchener Lkw- und Bushersteller hat zwei neue Anleihen in zwei Währungen platziert. Zum einen emittierte Traton eine Anleihe in Höhe 300 Millionen Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Der Bond wird variabel verzinst. Dabei setzt sich der Kupon aus dem Euribor zuzüglich einer Marge von 0,55 Prozent zusammen.

Zudem platzierten die Münchener eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen schwedischen Kronen (rund 45 Millionen Euro). Die Anleihe läuft ebenfalls bis 2027 und hat einen variablen Zinssatz.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Tank & Rast hat eine Finanzierung im Volumen von 583 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital wurde von einem internationalen Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Die Hamburg Commercial Bank beteiligte sich mit einer Liquiditätsfazilität in Höhe von 90 Millionen Euro an der Refinanzierung des Raststättenbetreibers.

Der Energiedienstleister Empact hat in einer Finanzierungsrunde rund 100 Millionen Euro eingesammelt. Mit der Wachstumsfinanzierung steigt Sustainable Development Capital bei den Kölnern ein. Die Londoner Investmentgesellschaft führte die Finanzierungsrunde an, die zusätzlich von mehreren Family Offices als Bestandsinvestoren begleitet wurde. Das Start-up Empact hat sich zum Ziel gesetzt, die Transformation der Energieversorgung von Gebäuden voranzutreiben und so den Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu beschleunigen. Das frische Kapital soll nun vor allem dazu genutzt werden, saubere und resiliente Energiesysteme in Gebäuden zu realisieren. Die Kanzlei Honert hat Empact bei der Finanzierungsrunde beraten.

Das Berliner Start-up Upway hat 60 Millionen US-Dollar (rund 52 Millionen Euro) im Rahmen einer Series-C-Finanzierungsrunde erhalten. Angeführt wurde die Runde von A.P. Moller, mit Beteiligung von Galvanize, Ora Global sowie den bestehenden Investoren Sequoia Capital, Exor Ventures, Transition VC, Origins und Korelya Capital. Damit erhöht sich die Gesamtfinanzierung der Berliner seit der Gründung im Jahr 2021 nach eigenen Angaben auf über 125 Millionen US-Dollar. Upway vertreibt generalüberholte E-Bikes und plant mit der neuen Finanzierung, die eigenen Kapazitäten zu verdoppeln. Dazu sollen neben den bestehenden „Upcentern“ in Berlin und Düsseldorf zwei neue Standorte entstehen. Außerdem stehen in den kommenden vier Jahren 500 Neueinstellungen sowie die weitere Optimierung der operativen und technologischen Prozesse an.

Reflex Aerospace, ein New-Space-Start-up aus Berlin, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde im Volumen von 50 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von Human Element angeführt. Zudem beteiligten sich Alpine Space Ventures, Bayern Kapital, HTGF und weitere deutsche und europäische Investoren an der Finanzierung. Das Start-up entwickelt leistungsfähige Satelliten-Plattformen, die individuell auf die jeweilige Nutzlast und Kundenanforderung zugeschnitten sind. Das Kapital soll nun zum Teil für den Ausbau der Produktionskapazitäten von Reflex Aerospace in Bayern verwendet werden, um Satellitenkonstellationen für Nachrichten- und Kommunikationszwecke herzustellen.

Rating-Meldungen

Moody’s hat das „Baa2“-Rating von Traton bestätigt. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.