Deutsche Post platziert neue Anleihen
Die Deutsche Post hat zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 750 Millionen Euro, wird mit 3,25 Prozent verzinst und läuft bis Dezember 2030. Die zweite Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro hat eine Laufzeit bis Dezember 2034 und einen Zinssatz von 3,75 Prozent.
Für beide Tranchen konnte die Deutsche Post eine leicht negative Emissionsprämie von minus 4 Basispunkten erzielen. Das Orderbuch der größeren Tranche war mit 1,9 Milliarden Euro mehr als zweieinhalbfach überzeichnet. Das Orderbuch der zweiten Tranche lag bei 1,5 Milliarden Euro und war damit dreifach überzeichnet.
Dash0 ist das zweite deutsche Einhorn 2026
Das erst 2023 in Deutschland gegründete Start-up Dash0 hat eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 110 Millionen US-Dollar (rund 95 Millionen Euro) abgeschlossen. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar und steigt damit als zweites deutsches Start-up in diesem Jahr in die Riege der Einhörner auf.
Die Finanzierungsrunde wurde von Balderton Capital angeführt. Weitere neue Investoren sind DTCP Growth sowie bestehende Geldgeber wie Accel, Cherry Ventures und DIG Ventures. Auch strategische Partner wie July Fund und die Deutsche Telekom über T.Capital beteiligen sich an der Runde.
Mit dem frischen Kapital steigt die Gesamtfinanzierung von Dash0 auf 155 Millionen US-Dollar. Das Start-up, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach New York verlegt hat, hat eine KI-native Observability-Plattform entwickelt. Die Plattform ist darauf spezialisiert, die Überwachung von Cloud-Anwendungen, Infrastrukturen und Microservices zu vereinfachen. Mit dem Kapital aus der Finanzierungsrunde will Dash0 nun seine Plattform zur nächsten Evolutionsstufe von Observability-Systemen weiterentwickeln.
BMW platziert Milliarden in den USA
Der Automobilkonzern BMW hat über seine US-Gesellschaft BMW US Capital fünf neue Anleihetranchen in den USA platziert. Das Gesamtvolumen der Emission beläuft sich auf 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro). Die Laufzeiten der Tranchen liegen zwischen zwei und sieben Jahren.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Paul Tech, ein Spezialist für digitale Gebäudetechnik und eine Beteiligung des Private-Equity-Investors Hannover Finanz, hat eine Kreditfazilität über 40 Millionen Euro mit einem internationalen Finanzinvestor abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre. Die Mittel sollen das Unternehmenswachstum fördern und zur Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten genutzt werden. Das Closing der Transaktion stehe noch unter aufschiebenden Bedingungen, teile Paul Tech am vergangenen Dienstag mit. Zudem plane die Gesellschaft, im Laufe des Jahres eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der ausstehenden Unternehmensanleihe in Höhe von 35 Millionen Euro durchzuführen.
Die Münchener Tengelmann-Gruppe holt laut einem Bericht der „Financial Times“ frühere Pläne für einen Börsengang ihrer Einzelhandelstöchter Obi und Kik wieder aus der Schublade. Für die beiden Unternehmen stehe eine kombinierte Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) im Raum, berichtete die Zeitung am vergangenen Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Personen. Tengelmann habe demnach bereits Banken damit beauftragt, Pläne auszuarbeiten, die bereits in diesem Jahr eine Ausgliederung von Einzelhandelsaktiva wie dem Baumarkt Obi und der Discounterkette Kik vorsehen könnten. Tengelmann teilte gegenüber der „Financial Times“ mit, sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen zu äußern.
Das Bochumer Industrial-AI-Startup Deeplify hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist D11Z Ventures. Deeplify ist auf KI-Software für sicherheitskritische Inspektionen in den Sektoren Energie, Chemie und Industrie spezialisiert.
Rating-Meldungen
S&P hat erstmals ein Rating für Tennet Germany vergeben. Die Agentur bewertet das Unternehmen mit „BBB+“ und stabilem Ausblick.
Moody’s hat das „Baa1“-Rating von Rheinmetall bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf positiv geändert.
Philipp Hafner ist Redakteur bei FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Vor FINANCE arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.
