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Finanzierungen: Eurogrid, Tennet, Stada

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Der Offshore-Netzausbau erfordert von den Netzbetreibern hohe Investitionen. Foto: DJ - stock.adobe.com
Der Offshore-Netzausbau erfordert von den Netzbetreibern hohe Investitionen. Foto: DJ - stock.adobe.com

Eurogrid emittiert Green Bonds im Wert von 1,5 Milliarden Euro

Eurogrid, die Muttergesellschaft des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, hat zwei neue Green Bonds im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro emittiert. Die erste Anleihe über 650 Millionen Euro hat eine Laufzeit von drei Jahren bei einem Zinssatz von 3,08 Prozent. Außerdem wurde ein Bond über 850 Millionen Euro mit einer Laufzeit von elf Jahren mit einem Kupon von 3,73 Prozent begeben.

Die Emissionserlöse sollen den Netzausbau im Rahmen der Energiewende unterstützen. „Die Anleihen dienen dazu, die hohen Investitionen in den Ausbau des deutschen Höchstspannungsnetzes sowohl kurz- als auch langfristig abzusichern. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, damit das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden kann“, teilte Marco Nix, Geschäftsführer Netzausbauprojekte und Finanzen von 50Hertz, in einer Pressemitteilung zur Transaktion mit.

Die durch die Green Bonds finanzierten Projekte stehen laut Angaben des Unternehmens im Einklang mit dem EU-Aktionsplan zur Eindämmung des Klimawandels und der Strategie „100 Prozent bis 2032“ von 50Hertz, die vorsieht, den Stromverbrauch im Netzgebiet des Unternehmens bis 2032 vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken. Das Bankenkonsortium für die Transaktion bestand aus BNP Paribas, Commerzbank, ING, Natwest, ABN Amro und der Royal Bank of Canada.

Tennet soll IPO der deutschen Tochter prüfen

Auch der niederländische Staatskonzern Tennet müsste Milliarden in das deutsche Stromnetz investieren. Der Konzern betreibt über seine deutsche Tochtergesellschaft Tennet TSO rund 14.000 Kilometer des Höchstspannungsnetzes in Deutschland. Nun soll Tennet einem Zeitungsbericht zufolge einen Börsengang seiner deutschen Tochter prüfen.

Wie die „Financial Times“ am vergangenen Montag berichtete, soll das Unternehmen bereits Goldman Sachs, Morgan Stanley, ABN Amro und die Deutsch Bank mit einer möglichen Aktienplatzierung betraut haben. Wie die Zeitung unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person berichtete, könnte Tennet TSO bei einem Börsengang mit mehr als 20 Milliarden Euro bewertet werden.

Der niederländische Staatskonzern wollte das deutsche Geschäft ursprünglich an den Bund veräußern. Der Deal platzte jedoch im Juni aufgrund der Haushaltsprobleme der Bundesregierung. Tennet kündigte daraufhin „die Inanspruchnahme öffentlicher oder privater Kapitalmärkte“ an, um „eine strukturelle Finanzierungslösung für die deutschen Aktivitäten zu finden“.

Zwei neue Bonds von Stada

Der Pharmakonzern Stada aus Bad Vilbel hat über die Nidda Healthcare Holding zwei neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Die beiden Bonds im Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro laufen jeweils bis 2030. Die erste Anleihe in Höhe von 650 Millionen Euro wird jährlich mit 5,625 Prozent verzinst. Der zweite Bond mit einem Nennbetrag von 600 Millionen Euro wird variabel verzinst.

Die Emissionserlöse sollen zur teilweisen Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet werden, einschließlich einer bestehenden Anleihe des Unternehmens mit Fälligkeit 2026 und eines Darlehens mit Fälligkeit 2026.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die Förderbank KfW hat ihre sechste Euro-Benchmarkanleihe in diesem Jahr platziert. Der siebenjährige Bond in Höhe von 3 Milliarden Euro wird mit 2,5 Prozent verzinst. Laut Angaben der KfW lag das finale Orderbuch der Anleihe bei 14,3 Milliarden Euro und war damit fast fünfmal überzeichnet. Mit der neuen Transaktion hat die Bank in diesem Jahr bereits 75 Milliarden Euro ihres geplanten Gesamtvolumens in Höhe von 80 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen.

Easymotion Tec, ein Unternehmen, das sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Trainingssystemen im Bereich Elektromuskelstimulation befasst, plant die Begebung einer Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 25 Millionen Euro. Der Bond hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 8,5 Prozent verzinst. Die Emission erfolgt im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland. Die Zeichnungsfrist soll im November starten. Darüber hinaus ist eine Privatplatzierung der Anleihe in Deutschland und weiteren Staaten geplant, die bereits vor dem Start des öffentlichen Angebots beginnen soll. Mit den Emissionserlösen aus dem Bond plant Easymotion Tec das internationale Wachstum und die Forschung und Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben.

Der Hersteller von Motor- und Getriebeteilen Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig plant die Ausgabe einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 15 Millionen Euro. Die Anleihe wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Zinssatz von 9,75 Prozent verzinst. Die Emission umfasst ein öffentliches Umtauschangebot, ein öffentliches Angebot sowie eine Privatplatzierung. Inhaber der bestehenden Anleihen 2018/2024 und 2019/2025 können ihre Schuldverschreibungen im Verhältnis eins zu eins gegen neue Schuldverschreibungen tauschen. Das Umtauschangebot endet am 30. Oktober. Die Erlöse aus der Emission sollen zur Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens und für Investitionen in zukunftsorientierte Technologien genutzt werden.

Das Biotech-Unternehmen Medigene hat eine Vereinbarung über eine Eigenkapitalzusage auf Abruf mit dem Private-Equity-Investor Yorkville Advisors Global getroffen. Die Vereinbarung berechtigt die Gesellschaft, neue Medigene-Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auszugeben und in mehreren Tranchen in einem Gesamtumfang von bis zu 15 Millionen Euro an Yorkville zu veräußern. Yorkville verpflichtet sich, die angeforderten Aktien zu zeichnen und zu erwerben. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten. Medigene plant, das so aufgenommene Kapital zur Weiterentwicklung seiner Programme im Bereich der T-Zell-Rezeptor-Immuntherapien einzusetzen.

Rating-Meldungen

Moody‘s prüft die Herabstufung des „Ba1“-Ratings von ZF Friedrichshafen.

Moody‘s hat das „Baa2“-Rating von LEG Immobilien bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Moody’s hat das „A3“-Rating von Volkswagen bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf negativ geändert.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.