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Finanzierungen: Tennet Germany, TKMS, Bertelsmann

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Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH
Tennet Deutschland hat eine milliardenschwere Bankfinanzierung abgeschlossen. Foto: TenneT TSO GmbH

Tennet Germany sichert sich RCF über 12 Milliarden Euro

Der Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat die Syndizierung einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 12 Milliarden Euro abgeschlossen. Das bereits im September mit BNP Paribas, Deutsche Bank, ING und Unicredit aufgesetzte Bankenkonsortium wurde um 17 weitere internationale Banken erweitert. Insgesamt sind somit nun 21 Banken aus Europa, Japan und den USA beteiligt.

Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die Finanzierung dient Tennet Deutschland als Standby-Backup-Liquiditätsreserve und soll die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erhöhen.

Börsendebüt der Thyssenkrupp-Tochter TKMS glückt

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp hat seine Marinesparte Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Im Zuge der Abspaltung wurden 49 Prozent der Kommanditaktien der TKMS AG & Co. KGaA an die bestehenden Aktionäre der Thyssenkrupp AG übertragen. Die Thyssenkrupp AG behält eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent.

Bislang ist die TKMS-Börsenstory ein Erfolg: Seit dem IPO am 20. Oktober hat die Aktie rund 20 Prozent zugelegt. Die Verselbstständigung von TKMS ist Teil des für die kommenden Jahre geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp.

Bertelsmann emittiert 750 Millionen Euro schweren Bond

Der Medienkonzern Bertelsmann hat eine neue Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro emittiert. Die Laufzeit beträgt acht Jahre, der fixe Kupon liegt bei 3,375 Prozent. Der Erlös dient den Güterslohern allgemeinen Unternehmenszwecken, einschließlich der Finanzierung eines Rückkaufangebots für eine bestehende Hybridanleihe über 600 Millionen Euro. Letztere ist mit einem Kupon von 3,5 Prozent ausgestattet und kann im Jahr 2027 erstmals gekündigt werden.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die All for One Group hat ein neues Schuldscheindarlehen platziert. Das geplante Platzierungsvolumen wurde infolge guter Nachfrage von 30 auf 56,5 Millionen Euro erhöht. Die Verzinsung der Tranchen liege am unteren Ende der Vermarktungsspanne, teilte der Filderstädter IT-Dienstleister mit. LBBW und Helaba begleiteten die Schuldscheinplatzierung.

Der Online-Apotheker Docmorris hat eine neue Wandelanleihe im Volumen von 49,6 Millionen Schweizer Franken emittiert. Der Bond wird 2028 fällig, der Kupon liegt bei 3 Prozent und ist halbjährlich zahlbar. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 6,54 Schweizer Franken, was einer Prämie von 20 Prozent gegenüber dem Referenzpreis entspricht. Mit der Transaktion will Docmorris eine im kommenden Jahr fällig werdende Wandelanleihe refinanzieren. Letztere hat ein Volumen von 95 Millionen Schweizer Franken, wovon mit 87,6 Millionen Franken der Löwenanteil noch ausstehend ist.

Der Konzertveranstalter Deag hat eine neue Anleihe im Volumen von 75 Millionen Euro emittiert. Das Papier läuft bis 2029 und wird mit einem festen jährlichen Zinssatz von 7,75 Prozent verzinst. Mit den Erlösen refinanziert Deag eine 2023 begebene Unternehmensanleihe, die im nächsten Jahr fällig wird.

Der österreichische Online-Marktplatzbetreiber Refurbed hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wurde von Alex Zubillaga und der Investitionsplattform Orilla angeführt. Bestehende Investoren wie Evli Growth Partners, Bonsai, Almaz, C4 Ventures und Speedinvest beteiligten sich ebenfalls. Die Investmentbank Stifel Europe begleitete die Transaktion.

Die Hochwald Gruppe hat ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Millionen Euro emittiert. Das Darlehen wurde von der Landesbank Hessen-Thüringen, der Coöperatieve Rabobank sowie der Raiffeisen Bank International arrangiert. Die Transaktion dient dem rheinland-pfälzischen Hersteller von Milchprodukten unter anderem zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten.

Die Lanserhof Group, ein europaweit aktiver Betreiber von Gesundheitsressorts, hat eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 95 Millionen Euro, bereitgestellt bekommen. Geldgeber sind die Finanzinvestoren Altamar und King Street. Das Kapital soll den internationalen Wachstumskurs von Lanserhof unterstützen, der bereits mit der Entwicklung eines neuen Standorts in Marbella, Spanien, begonnen hat. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.

Das oberbayerische Biotech-Unternehmen Tubulis hat eine Serie-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 308 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor war Venrock Healthcare Capital Partners. Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem Wellington Management und Ascenta Capital an der Finanzierung. Auch Bestandsinvestoren wie Nextech Invest, EQT Life Sciences und Bayern Kapital beteiligten sich an der Runde.

Die Versicherungsgesellschaft Viridium hat erstmals eine nachrangige Tier-2-Anleihe in Höhe von 850 Millionen Euro emittiert. Der Bond hat eine Laufzeit von 10,1 Jahren und einen fixen Kupon von 4,375 Prozent.

Der Energieversorger Abo Energy hat sich eine KfW-Finanzierung für elf neue Umspannwerke gesichert. Den Konsortialkredit über 45 Millionen Euro hat die IKB Deutsche Industriebank als Bookrunner und Konsortialführer arrangiert. Zudem haben sich die Frankfurter Sparkasse sowie die Taunus Sparkasse an dem Konsortium beteiligt. Das Investitionsvolumen für die elf Umspannwerke beläuft sich auf rund 71 Millionen Euro.

Das Biotech-Unternehmen Smartbax hat in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde 4,7 Millionen Euro eingeworben. Die Runde wurde von Anobis Asset und Bayern Kapital angeführt, mit Beteiligung von Unternehmer-TUM Funding for Innovators sowie den bestehenden Investoren HTGF und Boehringer Ingelheim Venture Fund.

Die Deutsche Rohstoff AG plant die Emission einer neuen Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro. Die Laufzeit des neuen Bonds beträgt 5 Jahre, der jährliche Zinssatz beläuft sich auf 6 Prozent und wird nachträglich halbjährlich ausgezahlt. Gezeichnet werden kann die Anleihe vom 27. Oktober bis 10. November.

Die Beteiligungsplattform Chapters Group hat eine Unternehmensanleihe um 40 Millionen Euro auf nunmehr 72 Millionen Euro aufgestockt. Der Bond läuft bis 2030, ist nicht besichert und wird mit einem festen Zinssatz von 7 Prozent pro Jahr verzinst.

Rating-Meldung

Moody’s hat den Ausblick für das Rating B3 von Xella von stabil auf positiv hochgesetzt.

Philipp Hafner ist Redakteur bei FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Vor FINANCE arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.