Private Equity entdeckt das Smallcap-Segment.

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14.09.17
Finanzierungen

Goldgräberstimmung bei kleinen Private-Equity-Deals

Finanzinvestoren durchkämmen zunehmend den kleinen Mittelstand. Doch das Segment hat seine eigenen Fallstricke.

Je kleiner, desto besser. Das scheint derzeit das Motto für viele Private-Equity-Häuser zu sein. So hat kürzlich etwa erst der Finanzinvestor Triton einen Fonds eigens für die Übernahme kleinerer Mittelständler im Wert von 25 bis 100 Millionen Euro ins Leben gerufen.

Andere angestammte Midcap-Player wie IK Investment Partners oder Carlyle haben sich dem Segment ebenfalls längst zugewandt. IK hat dies wie Triton auf direktem Weg durch das Auflegen eines Smallcap-Fonds getan. Carlyle hat eine indirektere Methode gewählt und die Fuldaer Mittelstandsholding KAP Beteiligungs AG übernommen.

Deutsche Investorenkonferenz 2017

Private Equity fließt immer mehr Geld zu. Die Folge: Die Konkurrenz um Zukaufsziele wird schärfer. Das treibt Kaufpreise und Leverage-Grade in die Höhe und macht es den Private-Equity-Häusern damit immer schwerer, den Wert ihrer Beteiligungen über die Haltedauer hinweg zu steigern. Wie die Branche damit umgeht, diskutieren namhafte Fondsmanager auf der Deutschen Investorenkonferenz am 13. November in Frankfurt. Hier geht es zu Programm und Anmeldung »

Ankündigung zur 14. Deutschen Investorenkonferenz

Wie wirkt sich der Smallcap-Private-Equity-Boom aus?

Die Finanzinvestoren reagieren damit auf die Tatsache, dass die Bewertungen besonders von mittelgroßen und großen Firmen immer weiter steigen. Bei kleinen Unternehmen ist der Preisauftrieb vergleichsweise moderat, wie aus der Branche zu hören ist (gesicherte Erkenntnisse gibt es in diesem Segment kaum). Vor diesem Hintergrund wundert die neu entdeckte Leidenschaft der Finanzinvestoren und ihrer Geldgeber für kleinere Deals kaum.

Der Smallcap-Boom dürfte allerdings nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen sein. So ist zu erwarten, dass der erstarkte Wettbewerb – neben etablierten Finanzinvestoren mischen auch immer mehr Neugründungen mit – die Preise auch bei Smallcaps  treibt.

Deutsche Investorenkonferenz ist am 13. November

Wie attraktiv das Smallcap-Segment in diesem Licht noch ist, diskutieren auf der Deutschen Investorenkonferenz drei seiner exponiertesten Vertreter: Anders Petersson, der den Fonds für kleine Beteiligungen bei IK Investment Partners leitet, Christoph D. Kauter, Gründer und Managing Partner des Smallcap-Fonds Beyond Capital Partners, sowie Philipp Amereller, Gründer und Geschäftsführer des Smallcap-Vehikels Silver Investment Partners.

Außerdem geht es auf der 14. Deutschen Investorenkonferenz am 13. November in Frankfurt um Themen wie Managementgebühren, Factoring in der Buy-out-Finanzierung und den komplexen Zukauf des Automobilzulieferers PWK durch Hannover Finanz. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de