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Hedgefonds-Gigant steigt bei Stada ein

Der Hedgefonds Farallon wettet auf den MDax-Konzern Stada.
Stada

Der Hedgefonds Farallon Capital hat sich in den Medikamentenhersteller Stada eingekauft. 3,58 Prozent der Aktien an dem MDax-Konzern hält Farallon seit dem 1. Juni, das entspricht einem Wert von knapp 144 Millionen Euro.

Über die Motive des Zukaufs machte Farallon auf Anfrage von FINANCE hin zunächst keine Angaben. Doch die Selbstbeschreibung von Farallon – mit über 25 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen einer der größten Hedgefonds der Welt – zeigt, in welche Richtung die Investmentstrategie gehen könnte.

Stada-Aktionär Farallon ist auf Merger Arbitrage spezialisiert

Nach eigenen Angaben ist Farallon unter anderem auf Merger Arbitrage spezialisiert – also darauf, im Rahmen von M&A-Deals rund um börsennotierte Firmen Gewinne zu machen.

Dazu passt die aktuelle Situation bei Stada. Der Übernahmeversuch der Finanzinvestoren Bain und Cinven läuft zäh, bis zum vergangenen Mittwoch wollten nur 21,5 Prozent der Aktionäre ihre Anteilsscheine umtauschen.

Bain und Cinven müssen um Stada zittern

Einen Tag vor dem Ende des Umtauschangebots war das weit entfernt von der Mindestquote von 75 Prozent, die sich die beiden PE-Investoren gesetzt hatten. Darum haben Bain und Cinven zum einen die Umtauschfrist bis zum 22. Juni verlängert und zum anderen die erforderliche Quote von 75 Prozent auf 67,5 Prozent gesenkt.

Am 1. Juni, als Farallon die Stada-Aktien kaufte, pendelte die Aktie um 64 Euro. Wenn Bain und Cinven die selbstgesetzte Marke erreichen, bezahlen sie 66 Euro pro Papier. Unklar ist, ob Farallon allein auf einen Arbitragegewinn von 2 Euro pro Schein hofft. Eine erneute Erhöhung des gebotenen Preises jedenfalls ist laut Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz nicht möglich.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

Info

Die ganze Chronologie des Übernahmekampfes und der Aktivistenkampagne bei dem Pharmaunternehmen finden Sie auf der FINANCE-Themenseite zu Stada.

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