Deutsche Post DHL

16.09.14
Finanzierungen

Aufstieg in den A-Club: Moody’s erhöht Deutsche-Post-Rating

Erfolg für Post-CFO Larry Rosen: Die Ratingagentur Moody’s bewertet die Kreditwürdigkeit der Deutschen Post DHL jetzt mit A3. Das können nicht viele Dax-CFOs vorweisen.

Ein weiterer Dax-Konzern hat es in den illustren Club derer geschafft, die ein A-Rating vorweisen können: Die Deutsche Post DHL zählt für Moody’s wieder dazu. Die Ratingagentur bewertet den Logistikkonzern als Emittenten mit A3 um eine Stufe höher als bisher (Baa1) – das Rating umfasst auch das Anleiheprogramm (Medium-Term-Notes).

Die Ratingagentur begründete ihre Entscheidung mit den verbesserten weltweiten Konjunkturaussichten, die das operative Umfeld für den im globalen Expressgeschäft stark aufgestellten Konzern verbessern würden. Dadurch würde auch die Ertragsfähigkeit des Konzerns gestärkt, schrieb Moody‘s.

Das Zielrating, auf das die Finanzabteilung hinarbeitet, liegt bei BBB+. Eine bessere Ratingeinschätzung sowie nicht eingeplante Liquiditätsüberschüsse will der Konzern für die weitere Ausfinanzierung seiner Pensionsverpflichtungen nutzen, ebenso für Aktienrückkäufe und Sonderdividenden.

Post-CFO Larry Rosen steigt in den erlesenen A-Club auf

Neben Moody’s verfügt die Deutsche Post noch über ein Fitch-Rating. Dieses liegt nach derzeitigem Stand bei BBB+ bei einem stabilen Ausblick. Ende 2012 hatte sich Deutsche Post-CFO Larry Rosen offenbar wegen der seiner Ansicht nach zu hohen Preise für die Ratingdienstleistung von Standard&Poor’s getrennt. Offiziell war von kommerziellen Gründen die Rede.

Neben der Deutschen Post wird auch der Leverkusener Bayer-Konzern unter Noch-CFO Werner Baumann von den US-Ratingagenturen als äußerst solider Schuldner geschätzt. S&P bewertet Bayer mit A- (stabil), Moody’s ebenfalls mit A3 (stabil). Auch Daimler verfügt über A-Ratings. Die von CFO Bodo Uebber verantwortete Finanzabteilung des Konzerns freut sich über dieselbe Bewertung wie bei Bayer. Fitch bewertet Daimler zudem mit A- (stabil).

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de