Adler Real Estate

04.12.17
Finanzierungen

Finanzierungen: Adler Real Estate, Springer Nature, Talanx

Adler Real Estate hat einen Bond über 800 Millionen Euro platziert, Springer Nature strebt offenbar an die Börse und Talanx platziert eine Nachrang-Anleihe – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Adler Real Estate begibt 800-Millionen-Euro-Anleihe

Der Immobilienkonzern Adler Real Estate hat eine vorrangige, unbesicherte Anleihe über 800 Millionen Euro bei institutionellen Investoren in Europa platziert. Der Bond teilt sich in zwei Tranchen auf. Die erste Tranche besitzt ein Volumen von 500 Millionen Euro und eine Laufzeit bis 2021. Der Zinskupon liegt bei 1,5 Prozent, der Ausgabepreis bei 99,520 Prozent. Die zweite Tranche umfasst die restlichen 300 Millionen Euro und läuft bis 2024. Sie wird mit 2,125 Prozent verzinst und wurde zu 99,283 Prozent ausgegeben. Adlers Angaben zufolge war die Anleihe mehr als zweieinhalbfach überzeichnet.

Mit dem Erlös will der Immobilienkonzern besicherte Schuldscheindarlehen zurückkaufen. Goldman Sachs agierte als Sole Global Coordinator und gemeinsam mit der Deutschen Bank, J.P. Morgan und Morgan Stanley als Joint Bookrunners.

Spinger Nature strebt offenbar an die Börse

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature steht offenbar vor dem Sprung auf das Börsenparkett, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet. Demnach seien JP Morgan und Morgan Stanley mit den Vorbereitungen des IPOs beauftragt worden. Die Eigentümer des Verlages, die Verlagsgruppe Holtzbrinck und der Finanzinvestor BC Partners, streben dem Bericht zufolge einen Börsenwert von 5 Milliarden Euro an. Nach Reuters-Informationen sollen mindestens 25 Prozent der Unternehmensanteile nach dem IPO im Streubesitz liegen. Ziel sei es, durch den Börsengang die Schuldenlast von Springer Nature zu reduzieren, hieß es weiter. 

Talanx platziert Anleihe über 750 Millionen Euro

Die Versicherungsgruppe Talanx hat eine Nachrang-Anleihe über 750 Millionen Euro bei institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert. Die Anleihe hat einen Zinskupon von 2,25 Prozent und ist im Dezember 2027 erstmals rückzahlbar. Nach eigenen Angaben war das Angebot deutlich überzeichnet. Talanx beabsichtigt mit den Mitteln das Wachstum zu finanzieren. Natwest, Commerzbank, JP Morgan und Natixis haben die Transaktion begleitet.

CBR Fashion Group refinanziert sich

Das Modeunternehmen CBR Fashion Group hat sich refinanziert. Dabei hat das Unternehmen bereits Anfang November einen Bond (Senior Secured Notes) über 450 Millionen Euro begeben. Dieser ist mit 5,125 Prozent verzinst und läuft bis 2022. Außerdem wurde CBR ein Super Senior Revolving Credit über 30 Millionen Euro gewährt. Credit Suisse und Unicredit waren bei der Refinanzierung beteiligt. Die Banken wurden von der Wirtschaftskanzlei Latham & Watkins (Federführung: Rüdiger Malaun) beraten. CBR ist seit über zehn Jahren ein Portfoliounternehmen des schwedischen Finanzinvestors EQT.

Weitere Finanzierungen

Die Stadt Ludwigshafen hat ihre zweite Anleihe begeben. Diese besitzt ein Volumen von 150 Millionen Euro und eine Laufzeit von 10 Jahren. Mit dem Erlös will die Stadt Ludwigshafen bestehende Kredite zurückzahlen.

Nachdem der Stahlzulieferer SKW Stahl Ende September Insolvenz angemeldet hatte, hat das Münchener Unternehmen nun einen Insolvenzplan eingereicht. Wie bereits bekannt ist, sieht dieser Plan einen Debt-to-Equity-Swap vor. Dabei soll eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage unter alleiniger Beteiligung des Private-Equity-Investors Speyside abgeschlossen werden. Im Zuge dieser Kapitalerhöhung sollen Kreditforderungen über 35 Millionen Euro in 950.000 SKW-Aktien gewandelt werden. Der Finanzinvestor hatte im Juli einen Großteil der Finanzschulden von SKW Stahl gekauft. Durch den Debt-to-Equity-Swap würde Speyside das Unternehmen übernehmen, da zuvor das Grundkapital auf Null herabgesetzt werden soll. Darüber hinaus plant SKW Stahl die Forderungen der nicht nachrangigen Gläubiger der Gesellschaft vollständig zu befriedigen. Verbleibende Kreditforderungen über 40 Millionen Euro, die bei Speyside liegen, sollen dem Stahlzulieferer langfristig als Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt werden.

Der Technologiekonzern Siemens überlegt offenbar den Börsengang seiner Medizintechniksparte Siemens Healthineers in Frankfurt zu vollziehen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Der Aufsichtsrat soll in der vergangenen Woche dem Bericht zufolge über das weitere Vorgehen beraten haben. Geplant ist der IPO für das erste Halbjahr 2018. Er dürfte einer der Größten im kommenden Jahr werden, im Gespräch ist ein Volumen von bis zu 40 Milliarden Euro. Zuletzt war bekannt geworden, dass der bisherige CFO von Siemens Healthineers, Thomas Rathmann, das Unternehmen noch vor dem Börsengang verlässt. Seine Nachfolge hat Jochen Schmitz angetreten.

Das Fintech Deposit Solutions hat in einer Investitionsrunde 20 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zu den Geldgebern gehörten die bestehenden Gesellschafter E.Ventures und Greycroft. Das Geld soll das Wachstum und die internationale Expansion des Unternehmens unterstützen.

Das Biotechnologieunternehmen Immunologik will in einer Crowdfinanzierung innerhalb von zwölf Wochen bis zu 500.000 Euro einsammeln. Investoren sollen eine Basisverzinsung erhalten. Die Laufzeit der Anlage beträgt zehn Jahre. Das Geld will Immunologik zur Produktion eines Wirkstoffs zur Behandlung bei HIV-Infektionen verwenden.

Der Airline-Caterer Gategroup denkt über eine Listing an der Schweizer Börse Six nach. Dies geht aus einer Mitteilung des Konzerns hervor. Überraschend dabei ist, dass das Unternehmen erst im April dieses Jahres seine Aktien von der Börse genommen hatte. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sollen Credit Suisse und UBS den Börsengang begleiten. Hintergrund des Börsengangs könnte laut einem Bericht des „Handelsblatt“ der chinesische Eigentümer HNA sein, der dem Vernehmen nach frisches Kapital benötigt.

Das Event-Marketing-Unternehmen Highlight Event and Entertainment (HLEE) hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung rund 2,5 Millionen Aktien ausgegeben. Diese wurden durch Studhalter Investment zu einem Bezugspreis von 13,043 Euro je Aktie gezeichnet. HLEE fließen dadurch rund 32 Millionen Euro zu. Darüber hinaus erhält das Unternehmen von Studhalter Investment ein Darlehen über 51 Millionen Euro. Studhalter Investment kann einen Teil als Wandeldarlehen ab Januar 2018 in maximal 120.000 Inhaberaktien umwandeln. Beide Transaktionen sollen der Refinanzierung des Erwerbs der 25-Prozent-Beteiligung an dem Schweizer Medienkonzern Highlight Communications dienen. Sie waren außerdem Voraussetzung für das Übernahmeangebot von Highlight Communication an seine ehemalige Konzernmutter Constantin Medien.

Der Swisscanto Real Estate Fund Swiss Commercial hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen, wie das Online-Portal „Finanzen.ch“ berichtet. Demnach seien neue Aktien im Gegenwert von rund 75 Millionen Schweizer Franken platziert worden. Der Ausgabepreis lag dem Bericht zufolge bei 105 Schweizer Franken je Aktie. Mit dem Erlös beabsichtige das Unternehmen bestehende Verpflichtungen zu finanzieren sowie Fremdkapital zurückzuführen, heißt es weiter.

Der Immobilienentwickler Eyemaxx Real Estate hat eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte abgeschlossen. Rund 471.000 neue Aktien wurden zu einem Platzierungspreis von 12 Euro je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren platziert. Damit lag der Bruttoemissionserlös bei rund 5,65 Millionen Euro. Die Dero Bank begleitete die Transaktion. Das Geld will das Unternehmen für neue Immobilienprojektentwicklungen in Deutschland und Österreich nutzen.

Verianos Real Estate, ein Investment- und Beratungshaus mit Fokus auf Immobilienmärkte, hat seine geplante Kapitalerhöhung abgeschlossen. Insgesamt floss dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von über 1,6 Millionen Euro zu.

Das Maschinenbauunternehmen Singulus Technologies plant eine Kapitalerhöhung. Dabei soll das Grundkapital des Unternehmens um bis zu 10 Prozent erhöht werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Mit dem Erlös will Singulus Technologies unter anderem Auftragseingänge finanzieren.

Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hat alle seine in 2019 fälligen Senior Notes gekündigt. Die Senior Notes sollen am 27. Dezember zu einem noch zu bestimmenden Preis zurückgekauft werden.

Die Holdinggesellschaft der Deutsche Oel & Gas-Gruppe hat beschlossen sämtliche B-Klasse-, C-Klasse- und E-Klasse-Aktien in Zuge der Vorbereitungen zum geplanten Listing in Riga in A-Klasse-Aktien umzuwandeln. Außerdem sollen rund 2,44 Millionen Klasse A Gratisaktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung an die Aktionäre der ehemaligen Klasse B und C ausgegeben werden.

Ratingmeldungen

Mit einem BBB- Rating stuft S&P das deutsche Industrieunternehmen Voith in das Investmentgrade ein. Der Ausblick ist stabil.

Moody’s bewertet die CPI Property Group, einen Investor und Betreiber unter anderem von Gewerbeimmobilien, mit einem langfristigen Emittentenrating von Baa3. Der Ausblick ist stabil. Die Ratingagentur verweist in ihrer Begründung unter anderem auf die Größe des Unternehmens sowie auf die Diversifikation des Portfolios der CPI Property Group. Der Ausblick ist stabil.

Moody’s bewertet CTC Bondco, die Holding des Keramikherstellers Ceramtec, mit B3. Der Ausblick ist stabil. Die Ratingagentur begründet dies unter anderem mit der moderaten Größe des Unternehmens im Hinblick auf die Umsätze sowie mit der engen Produktpalette und Kundenkonzentration bei medizinischen Produkten.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.