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03.04.18
Finanzierungen

Finanzierungen: Corestate, Godewind Immobilien, Heidelberger Druckmaschinen

Corestate platziert seinen ersten Corporate Bond, Godewind Immobilien sammelt 375 Millionen Euro mit dem Börsengang ein und Heidelberger Druckmaschinen sichert sich eine syndizierte Kreditlinie über 320 Millionen Euro – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Corestate platziert erste Unternehmensanleihe

Der Immobilieninvestor Corestate hat den ersten klassischen Corporate Bond platziert. 300 Millionen Euro sammelte das Unternehmen ein. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 3,5 Prozent verzinst. Mit dem Erlös will CFO Lars Schnidrig bestehende Darlehen günstiger refinanzieren und die Wachstumsstrategie fortführen. Morgan Stanley und Credit Suisse waren die Joint Global Coordinators und Oddo BHF, Société Générale sowie die Unicredit Bank die Co-Lead Manager der Transaktion. Allen & Overy stand Corestate beratend zur Seite.

Im November des vergangenen Jahres hatte der börsennotierte Konzern bereits zum ersten Mal eine Wandelanleihe begeben. Mit der damaligen Transaktion sammelte Corestate 200 Millionen Euro ein.

Godewind-IPO bringt 375 Millionen Euro

Die Zeichnungsfrist für den Börsengang des auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Unternehmens Godewind Immobilien ist beendet: Der Börsengang umfasst 93,75 Millionen neue Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung stammen. Der Angebotspreis lag bei 4 Euro je Aktie, sodass sich insgesamt brutto ein Erlös von 375 Millionen Euro ergibt. Diesen will das Unternehmen in sein Gewerbeimmobilienportfolio in Deutschland investieren. Als erster Handelstag ist der 5. April vorgesehen. Citi und JP Morgan sind die Joint Global Coordinators und gemeinsam mit Berenberg und Société Générale die Joint Bookrunners der Transaktion.

Heidelberger Druckmaschinen refinanziert sich

Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen hat sich refinanziert. Das Unternehmen sicherte sich von einem Bankenkonsortium eine neue syndizierte Kreditlinie über 320 Millionen Euro. Diese läuft bis März 2023. Das kreditgebende Bankenkonsortium bestand aus den Hauptkreditgebern Bank of China, BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank, HSBC und LBBW. Auch DZ Bank, IKB, NIBC, und Saar LB waren beteiligt.

CFO Dirk Kaliebe sprach mit FINANCE über die Transaktion: Heidelberger Druckmaschinen hat seinen Finanzierungsrahmen um etwa 100 Millionen Euro aufgestockt. Das gibt dem Unternehmen Spielraum für eine teilweise Rückzahlung einer in 2022 fälligen Anleihe sowie zum Ausbau neuer digitaler Geschäftsmodelle. 

Weitere Finanzierungen

Eyemaxx Real Estate hat mit der Platzierung einer neuen Anleihe begonnen. Bis zu 30 Millionen Euro will das Immobilienunternehmen einnehmen. Das Papier wird mit 5,5 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. In Deutschland und Österreich wird der Bond öffentlich angeboten, außerdem gibt es eine Privatplatzierung bei institutionellen Anlegern. Eyemaxx will den Erlös für weiteres Wachstum nutzen. Inhaber der 2013 begebenen Anleihe, die 2019 ausläuft, können ihre Papiere in die neue Anleihe umtauschen. Neben den aufgelaufenen Stückzinsen erhalten sie eine einmalige Sonderzahlung über 23,75 Euro. Mwb Fairtrade und Equinet haben die Transaktion als Joint Bookrunners und Joint Global Coordinators begleitet.

Das Immobilienunternehmen Ado Properties hat sich eine syndizierte revolvierende Kreditlinie über 175 Millionen Euro gesichert. Der Kredit erhält eine Erhöhungsoption auf 200 Millionen Euro. Zu dem kreditgebenden Bankenkonsortium gehörten die Barclays Bank als Konsortialführer sowie die ABN Amro, BNP Paribas und Société Générale als Mandated Lead Arrangers und Bookrunner. Die Barclays Bank wurde von Allen & Overy beraten. Latham & Watkins beriet das Unternehmen.

Das Immobilienunternehmen Quadoro Doric Real Estate und der Finanzexperte Vontobel haben das fünfte Closing für den offenen Immobilienfonds Vontobel Sustainable Real Estate Europe gestartet. Insgesamt sollen bis zu 75 Millionen Euro eingesammelt werden. Bisher besteht der Fonds aus 15 Immobilien in fünf Ländern.

R-Logitech, eine Schwestergesellschaft der Metalcorp Group, hat eine Anleihe über 25 Millionen Euro platziert. Der Spezialist für strategische Logistik- und Technologiedienstleistungen globaler Warenströme hat den Bond mit einem Kupon von 8,5 Prozent und einer Laufzeit bis 2023 begeben. Mit dem Erlös will das Unternehmen in die Expansion der Geschäftsaktivitäten investieren und das Working Capital finanzieren. Die Bank M begleitete die Transaktion als Global Coordinator und Bookrunner, GBR Financial Services und STX Fixed Income als Selling Agents.

Ratingmeldungen

Moody’s stellt die Ratings von Eurogrid, der Muttergesellschaft des Stromnetzbetreibers 50 Hertz, unter Beobachtung für eine mögliche Herabstufung. Zuletzt wurde das Unternehmen mit Baa1 bewertet. Die Ratingagentur begründet dies mit der Ankündigung, dass der Übertragungsnetzbetreiber Elia System Operator weitere 20 Prozent an Eurogrid International erwerben will. Eurogrid International ist die Mutter-Holding-Gesellschaft von Eurogrid. Zuvor hatte IFM Investors angekündigt seinen 40-Prozent-Anteil an Eurogrid International halbieren zu wollen.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.