Erstmals begibt E.on Green Bonds über 1,5 Milliarden Euro.

E.on

26.08.19
Finanzierungen

Finanzierungen: E.on, Gewobag, Mister Spex

E.on begibt nachhaltige Anleihen, Gewobag platziert einen Schuldschein und Mister Spex sammelt frisches Geld ein – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

E.on begibt erstmalig Green Bonds

Der Energiekonzern E.on hat zum ersten Mal zwei grüne Unternehmensanleihen platziert. Das Volumen der Green Bonds beträgt insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Beide Tranchen haben ein Volumen von je 750 Millionen Euro, mit Laufzeiten von fünf und zehneinhalb Jahren.

Der fünfjährige Bond wurde mit einem Kupon von 0 Prozent über par platziert, woraus sich eine negative Rendite ergibt. Die andere Anleihe hat einen Kupon von 0,35 Prozent. Die Essener wollen den Erlös der Green Bonds zur Refinanzierung von umweltfreundlichen Projekten im Netzbereich und bei Kundenlösungen einsetzen. 

Gewobag platziert Schuldschein

Das Wohnungsbauunternehmen Gewobag hat ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 700 Millionen Euro mit Laufzeiten von 400 Tagen bis zu 40 Jahren begeben. Wie das Unternehmen auf Anfrage von FINANCE mitteilte, hatte das Orderbuch einen Gesamtumfang von rund 1,6 Milliarden Euro. Die Darlehen sollen zur Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke genutzt werden. Arrangiert wurde die Transaktion durch die BayernLB und die LBBW.

Mister Spex sammelt 65 Millionen Euro ein

Der Online-Optiker Mister Spex hat eine Finanzierungsrunde über 65 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom Büll Family Office. Ebenfalls beteiligten sich die bestehenden Investoren, darunter Grazia Equity, der Intershop-Gründer Stephan Schambach und StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani. Global Growth Capital stellte zudem Fremdkapital als Darlehen bereit. Die Kanzlei P+P Pöllath + Partners (Federführung: Christian Tönies) hat Mister Spex bei der Finanzierungsrunde rechtlich beraten.

Weitere Meldungen

Das Schweizer Technologieunternehmen Numbrs Personal Finance, das die Finanz-App Numbrs betreibt, hat in einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Dollar (rund 36 Millionen Euro) eingesammelt. Das Unternehmen wird eigenen Angaben zufolge mit 1 Milliarde Euro bewertet. An der Finanzierungsrunde haben sich sowohl bestehende als auch neue Kapitalgeber beteiligt, wie Numbrs mitteilte.

Der Internethändler für Baby- und Kleinkinderprodukte, Windeln.de, plant eine weitere Kapitalerhöhung. Außerdem sollen die Aktionäre zuerst einer Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 zustimmen, um dadurch den Weg für die Kapitalerhöhung frei zu machen. Den Erlös will Windeln.de unter anderem für die China-Expansion nutzen.

Der Investment-Manager Invao hat die zweite von insgesamt vier Zeichnungsrunden für seine tokenisierte Nullkuponanleihe (IVO) abgeschlossen. Als neuer Investor konnte dabei Investech Partners gewonnen werden, der über 5 Millionen Dollar (rund 4,5 Millionen Euro) beisteuerte. Damit nähert sich der auf Blockchain-Assets spezialisierte Manager Invao seinem angestrebten STO-Fundraising-Volumen in Höhe von 20 Millionen Dollar (rund 18 Millionen Euro).

Ratingmeldungen

Moody’s hat den Ratingausblick des Kohlenstoffproduzenten SGL Carbon von stabil auf negativ geändert. Gleichzeitig bestätigt die Agentur das Rating bei B3. Als Grund für die Verschlechterung des Ausblicks nennt Moody’s die Ankündigung SGL Carbons, dass das Ebit des Unternehmens geringer ausfallen werde als geplant. Zudem wird der Kohlenstoffproduzent seine Prognose für 2020/22 korrigieren müssen, und CEO Jürgen Köhler verlässt das Unternehmen.

S&P hat den Ratingausblick des Autozulieferers Schaeffler auf negativ gesenkt. Derzeit bewertet die Agentur das Unternehmen mit einem Rating von BBB-, was gerade noch im Investment-Grade-Bereich liegt. S&P begründet den schwächeren Ausblick damit, dass Schaeffler seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr Ende Juli gesenkt hatte.

S&P stuft die Kreditwürdigkeit des Industrie- und Stahlkonzerns ThyssenKrupp von BB auf BB- herunter. Die Agentur verweist in der Begründung auf die schwachen Bedingungen im Stahl- und Automobilgeschäft. Erst in der vergangenen Woche hatte Moody’s das Rating ThyssenKrupps von Ba2 auf Ba3 gesenkt.

Moody’s hat den Ratingausblick des Autozulieferers Hella von stabil auf negativ gesenkt. Gleichzeitig bestätigt die Agentur das Rating bei Baa1. Der negative Ausblick reflektiere die derzeitigen Herausforderungen für Unternehmen im Automobilsektor.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.