Gea

05.03.18
Finanzierungen

Finanzierungen: Gea, UBM Development, Porsche

Gea platziert einen 250 Millionen Euro schweren Schuldschein, UBM Development begibt eine Hybridanleihe und Porsche platziert einen Schuldschein– der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Gea platziert 250-Millionen-Euro-Schuldschein

Der Technologiekonzern Gea hat einen Schuldschein über 250 Millionen Euro bei institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert. Der Schuldschein ist in vier Tranchen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren aufgeteilt. Die Tranchen sind zudem jeweils unterteilt in einen fixen und variabel verzinsten Teil. Nach eigenen Angaben war das Angebot mehrfach überzeichnet und die Konditionen konnten am unteren Ende der Preisspanne festgelegt werden.

Finanzchef Helmut Schale will den Schuldschein nutzen, um kurzfristige bilaterale Banklinien zu ersetzen. Bayern LB, DZ Bank und HSBC begleiteten die Transaktion.

UBM begibt Hybridanleihe über 100 Millionen Euro

Der österreichische Hotelentwickler UBM Development hat eine Hybridanleihe platziert. Es ist der erste nachrangige Bond eines Unternehmens aus der DACH-Region in diesem Jahr. Die Laufzeit des Papiers ist unendlich, UBM hat nach fünf Jahren erstmals die Möglichkeit zur Rückzahlung. Der Kupon der Anleihe liegt bei 5,5 Prozent. Mit dem Erlös will das Unternehmen zukünftige Projekte finanzieren, die Bilanzstruktur stärken oder auch bestehende Finanzierungen ablösen.

Porsche begibt Schuldschein

Der Automobilkonzern Porsche hat einen Schuldschein über 280 Millionen Euro platziert. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals „Global Capital“ soll es die Transaktion mit dem bisher engsten Pricing in diesem Jahr gewesen sein. Das Papier teilt sich in Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren mit fixer und variabler Verzinsung auf.

Porsche-CFO Lutz Meschke will die eingesammelten Mittel zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten nutzen, auch vor dem Hintergrund der hohen Investitionen im Bereich E-Mobilität. Rund 50 Investoren beteiligten sich an der Transaktion, die von der LBBW begleitet wurde. Laut dem Unternehmen gab es eine hohe Nachfrage von neuen Investoren, die bisher an den Schuldscheinplatzierungen von Porsche nicht teilgenommen haben.

Metro zapft Anleihemarkt an

Der Handelskonzern Metro hat den Kapitalmarkt angezapft und 500 Millionen Euro eingesammelt. Der neue Bond läuft bis März 2023 und wird mit 1,125 Prozent verzinst. Die Transaktion wurde von Commerzbank, Goldman Sachs, Société Générale und Unicredit begleitet. 

Weitere Finanzierungen

Das soziale Netzwerk Asmallworld will den Sprung an die Börse wagen. Geplant ist ein Listing an der Six Swiss Exchange. Durch den Börsengang will Asmallworld keine zusätzlichen finanziellen Mittel einnehmen, sondern insbesondere seinen Handlungsspielraum und seinen Bekanntheitsgrad steigern. Aus diesem Grund sollen im Zuge des IPO keinen neuen Aktien ausgegeben werden.

Der österreichische Sensorhersteller Ams hat weitere Details zu seiner geplanten Wandelanleihe bekannt gegeben. Im Zuge einer Privatplatzierung sollen vorrangige, unbesicherte Wandelanleihen im Gesamtwert von 600 Millionen Euro begeben werden. Die Papiere laufen bis 2025 und werden nicht verzinst. Ams wird sie zu 101,5 bis 107 Prozent des Nennwerts ausgeben. Die Nullkupon-Anleihen sind in neue, nennwertlose Ams-Aktien wandelbar und stellen etwa 5,1 Prozent des derzeit ausstehenden Grundkapitals dar. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

Stemmer Imaging, ein Anbieter von Bildverarbeitungstechnologie, hat den Sprung an die Börse geschafft. Das Unternehmen konnte sämtliche 2,99 Millionen angebotenen Aktien zu einem Emissionspreis von 34 Euro platzieren. Inklusive Greenshoe-Option umfasste das Platzierungsvolumen rund 101,7 Millionen Euro. Den Bruttoemissionserlös in Höhe von 51 Millionen Euro will Stemmer Imaging zur Finanzierung des weiteren Wachstums nutzen.

7C Solarparken
, ein Betreiber von Solarkraftwerken, hat im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbereichs Projektentwicklung der Amatec einen Schuldschein über 25 Millionen Euro platziert. Amatec steht Investoren bei der Entwicklung von Solarkraftwerken mit ihrem Wissen zur Seite. Der Schuldschein teilt sich in zwei Tranchen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren ein. Die Verzinsung ist nach eigenen Angaben überwiegend fix. Den Erlös will das Bayreuther Unternehmen für eine spezifische Projektfinanzierung nutzen sowie mit 15 Millionen Euro das Eigenkapital für das Projektwachstum finanzieren. Lead Arrangeure waren die Hypo Voralberg Bank und die KBC Bank.

E7 Systems, ein Hersteller von Batteriespeicherlösungen, will noch in diesem Jahr an die Börse. Bisher ist geplant, dass E7 Systems ein Aktienpaket im Umfang von 100 Millionen Euro platziert. Außerdem sollen Gläubiger ihre Anleihen in Aktien umwandeln können. Mit dem Börsengang will das Unternehmen sein Wachstum vorantreiben.

Die Deutsche Lichtmiete Unternehmensgruppe hat über ihre Tochter Deutsche Lichtmiete Finanzierungsgesellschaft ihre erste Unternehmensanleihe begeben. Diese hat ein Emissionsvolumen von 10 Millionen Euro und besitzt eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Zinskupon liegt bei 5,75 Prozent. Die mittelbare Absicherung der Anleihe erfolgt über erstrangige Grundschulden in Höhe von 7 Millionen Euro. Die Deutsche Lichtmiete ist auf die Herstellung und Vermietung von LED-Beleuchtung spezialisiert und will mit dem Erlös ihre Geschäftstätigkeit ausbauen. Das Bankhaus Neelmeyer und die Eschborner Clearstream Banking begleiten die Transaktion.

Die Beteiligungsgesellschaft German Startups Group hat ihre im vergangenen Monat angekündigte Wandelanleihe über 3 Millionen Euro platziert. Gezeichnet wurde die Wandelanleihe von der Beteiligungsgesellschaft Obotritia Capital. Hinter Obotritia Capital steht der Investor Rolf Elgeti. Die Wandelanleihe besitzt eine Laufzeit von fünf Jahren, der Zinskupon liegt bei 8 Prozent und der Wandlungspreis bei 2,50 Euro je Aktie. Darüber hinaus hat sich Obotritia Capital vor kurzem mit 8 Prozent an der German Startups Group beteiligt.

Der Asset- und Investmentmanager MPC Münchmeyer Petersen Capital hat im Zuge einer Kapitalerhöhung rund 3,04 Millionen neue Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Der Ausgabepreis lag bei 5,70 Euro, wodurch dem Unternehmen brutto ein Emissionserlös von rund 17,3 Millionen Euro zugeflossen ist. Mit dem Erlös will MPC Capital vor allem neue Co-Investments in den Segmenten Real Estate, Shipping und Infrastruktur finanzieren.

Die Huber Packaging Group, ein Hersteller von Metallverpackungen aus Weißblech, hat sich einen Konsortialkredit gesichert. Die Finanzierung umfasst ein Darlehen und eine Betriebsmittelkreditlinie. Weitere Details zur Transaktion sind nicht bekannt. Das Baden-Württembergische Familienunternehmen will mit dem Konsortialkredit eine bestehende Finanzierung ersetzten und seine finanziellen Flexibilität ausbauen. Cubus Partners hat die Huber Packaging Group bei der Transaktion beraten.

Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist Daldrup & Söhne hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Insgesamt platzierte das Unternehmen 544.500 neue Aktien im Zuge eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens bei institutionellen Investoren. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. Der Platzierungspreis lag bei 11,75 Euro, wodurch dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von rund 6,4 Millionen Euro zugeflossen ist. Nach eigenen Angaben war die Emission deutlich überzeichnet. Mit dem Erlös will Daldrup & Söhne seine Eigenkapital- und Liquiditätsbasis stärken. Die Equinet Bank agierte als Lead Manager und gemeinsam mit der Mainfirst Bank als Joint Bookrunner.

Artec Technologies
, ein Spezialist für Anwendungen in der Aufbereitung und Analyse von audiovisuellen Daten in Echtzeit, hat eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. 934.000 Euro nahm das Unternehmen mit der Privatplatzierung von 236.500 neuen Aktien ein. Der Ausgabepreis lag bei 3,95 Euro je Aktie. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen und die Transaktion nach Angaben von Artec Technologies deutlich überzeichnet.

Der Logistikanbieter R-Logitech überlegt eine Unternehmensanleihe zu begeben. Die Schwestergesellschaft des niederländischen Metallhändlers und –produzentens Metalcorp Group hat BankM – Repräsentanz der Fintech Group Bank mit der Durchführung einer Management-Roadshow beauftragt. Eine finale Entscheidung werde das Unternehmen aber abhängig vom Marktumfeld treffen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ratingmeldungen

Scope stellt die Ratings des Immobilienkonzerns Adler Real Estate unter Beobachtung auf eine mögliche Verbesserung. Gleichzeitig bestätigte die Ratingagentur das Emittentenrating des Unternehmens bei BB. Grund für die mögliche Verbesserung des Ratings ist die geplante Übernahme von 70 Prozent der Anteile der Immobiliengesellschaft Brack Capital Properties. Diese werde Scope zufolge voraussichtlich einen positiven Einfluss auf das Unternehmens- und auf das finanzielle Risikoprofil von Adler Real Estate haben. Die Bestätigung des BB-Ratings begründet die Ratingagentur unter anderem damit, dass ein Scheitern der Übernahme nur einen geringen Einfluss auf das finanzielle Risikoprofil des Unternehmens haben sollte.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.