Der Oberflächenspezialist Nanogate hat die Aussetzung des Verschuldungs-Covenant-Tests zum 31.12.2019 vereinbart.

Nanogate

06.01.20
Finanzierungen

Finanzierungen: Nanogate, Allgeier

Nanogate setzt seinen Verschuldungs-Covenant aus und Allgeier schließt eine neue Kreditlinie ab – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Covenant-Pause für Nanogate

Der Oberflächenspezialist Nanogate, der unter Schwierigkeiten im Produktionsbereich und fehlenden Aufträgen aus der Autoindustrie leidet, hat mit seinen kreditgebenden Banken die Aussetzung des Verschuldungs-Covenant-Tests zum 31.12.2019 vereinbart. Infolgedessen steigt der Zinssatz Unternehmensangaben zufolge „moderat“, gleichzeitig kann der im Mai 2018 aufgelegte siebenjährige Konsortialkreditvertrag aber weiterlaufen. Hinter diesem stehen die BNP Paribas, die SaarLB und die LBBW.

Parallel dazu hatte Nanogate Mitte 2018 auch einen Schuldschein über 50 Millionen Euro platziert. Nanogate hatte während der vergangenen Monate seine Gewinnprognosen mehrfach senken müssen und erwartet nun für 2019 nur noch ein Ebitda von 8 bis 11 Millionen Euro. 2018 hatte der Mittelständler, der rund 250 Millionen Euro im Jahr umsetzt, noch 24 Millionen Euro verdient. Diesen Wert hatte Nanogate ursprünglich auch für 2019 erwartet. Ein Restrukturierungsprogramm soll das Technologieunternehmen nun wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen.

Allgeier schließt revolvierenden Kredit ab

Der IT-Personaldienstleister Allgeier hat einen neuen revolvierenden Kredit über bis zu 228 Millionen Euro abgeschlossen. Das Bankenkonsortium, das die Linie bereitstellt, besteht aus Commerzbank, ING, LBBW, Helaba und NordLB. Das Konsortium wurde bei der Transaktion von Shearman & Sterling (Federführung: Winfried M. Carli) beraten. Wie die Kanzlei mitteilte, soll die Kreditlinie der langfristigen Finanzierung der Allgeier Gruppe dienen. Das Unternehmen selbst wurde von GCA Altium und Latham & Watkins beraten.

Weitere Meldungen

Der Autokonzern Volkswagen lässt seine Aktien an der Schweizer Börse Six dekotieren. Die Aktien bleiben weiterhin handelbar, da die Primärnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse bestehen bleibt. Die Entscheidung, die sekundäre Notierung an der Six zu beenden, begründet der Konzern mit dem geringen Handelsvolumen.

Die österreichische Immobilien-Investmentgesellschaft S Immo erwägt, eine Kapitalerhöhung über bis zu 10 Prozent des Grundkapitals durchzuführen. Das Bezugsrecht soll dabei ausgeschlossen werden. Dazu könnten bis zu rund 6,7 Millionen Aktien ausgegeben werden. Ob die Barkapitalerhöhung durchgeführt wird, hängt nach Angaben des Unternehmens vom Kapitalmarktumfeld, dem Kaufinteresse der Investoren sowie der Zustimmung des Aufsichtsrats ab.

Das Insolvenzverfahren des Modehauses Gerry Weber ist beendet. Wie das Unternehmen mitteilte, hob das Amtsgericht Bielefeld das Verfahren in Eigenverwaltung mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 auf. Es wurde am 1. April vergangenen Jahres eröffnet, nachdem das Modeunternehmen im Januar einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Nach Angaben von Gerry Weber könnten die Gläubiger mit Befriedigungsquoten von 32 bis zu mehr als 50 Prozent ihrer Forderungen rechnen. 

Ratingmeldungen

Moody’s hat das IFSR-Rating (Insurance Financial Strength Rating) der Allianz bei Aa3 mit einem stabilen Ausblick bestätigt. Die Entscheidung reflektiere die gute geschäftliche sowie geographische Diversifikation des Versicherers, eine starke und stabile Profitabilität sowie eine starke Kapitalisierung und finanzielle Flexibilität, so Moody’s.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.