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Fraport begibt Schuldscheindarlehen

350 Millionen Euro: Fraport gelingt eine der größten deutschen Schuldscheinemissionen des Jahres.
Stefan Rebscher / Fraport AG Fototeam

Fraport hat zum ersten Mal seit 2012 wieder ein Schuldscheindarlehen aufgelegt – zu noch besseren Konditionen. Das Papier ist mit einer 7-jährigen Laufzeit und einem Kupon von 1,436 Prozent ausgestattet. Damit liegt der Spread laut Unternehmensangaben nur noch 70 Basispunkte über dem risikofreien Referenzzins und ist laut CFO Matthias Zieschang ein klares Vertrauensbekenntnis der Investoren.

Die Emission ist laut Unternehmensangaben eine der größten deutschen Schuldscheinemissionen des Jahres. 2012 hatte Fraport bereits zwei Schuldscheine mit einem Gesamtvolumen von 360 Millionen Euro begeben. Dafür musste Zieschang den Investoren noch Fixkupons zwischen 2,74 und 3,06 Prozent bieten.

Zunächst hatte Fraport für den neuen Schuldschein ein Nominalvolumen von 200 Millionen Euro angesetzt. Aufgrund der mehr als dreifachen Überzeichnung wurde das Volumen dann aber auf 350 Millionen Euro aufgestockt. Fraport besitzt nach wie vor kein offizielles Kreditrating, weder auf Unternehmensebene noch für die einzelnen Kapitalmarktinstrumente. Begleitet wurde die Kapitalmarktplatzierung von einem Bankenkonsortium bestehend aus der BayernLB, der Helaba, der DZ Bank und HSBC Trinkaus.

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Fraport-CFO Matthias Zieschang hortet hohe Reserven

Matthias Zieschang gilt als CFO, dem ein großer finanzieller Handlungsspielraum wichtig ist und der dafür auch gerne zum Mittel der Vorratsfinanzierung greift. Er steht für die Handlungsmaxime, wonach Fraport immer mindestens 1 Milliarde Euro an Liquidität vorhalten will, um die Unabhängigkeit gegenüber Banken und dem Kapitalmarkt zu wahren.

In den kommenden Jahren möchte Fraport mit dem Bau eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen beginnen. Zudem sollen weitere M&A-Deals jederzeit möglich sein. Erst vor wenigen Wochen hatte Fraport den Flughafen in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana für bis zu 234 Millionen Euro übernommen.

Das neue Schuldscheindarlehen soll die Liquiditätsreserve weiter auffüllen und dem Unternehmen dabei helfen, sein internationales Portfolio weiter auszubauen, erklärte Zieschang.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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