Continental mit Benchmark-Anleihe
Der Reifenhersteller Continental hat eine neue Unternehmensanleihe in Höhe von 750 Millionen Euro platziert. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von vier Jahren und trägt einen festen jährlichen Zinskupon von 3,625 Prozent. Die Emission erfolgte unter dem 7,5 Milliarden Euro schweren Debt Issuance Programme des Hannoveraner Dax-Konzerns.
Am Ende war das Papier rund 2,5-fach überzeichnet. Mit den Erlösen refinanziert das Unternehmen einen Euro-Bond in gleicher Höhe, der im August fällig wurde. Die Continental-Transaktion zählte zu den ersten nach der Sommerpause am Euro-Corporate-Bondmarkt. Aus Deutschland waren noch Tennet und die Deutsche Börse am Start.
Deutsche Börse platziert elektronische Hybridanleihen
Die Deutsche Börse hat unbesicherte Hybridanleihen mit einem Volumen von 600 Millionen Euro begeben. Die Emission erfolgte im Rahmen des 6 Milliarden Euro schweren Debt Issuance Programms der Deutschen Börse. Die Schuldverschreibungen werden bis zum Reset-Termin mit 4,2 Prozent pro Jahr verzinst, haben eine Laufzeit von 26 Jahren und können von der Deutschen Börse erstmals zum 2. Juni 2032 regulär zurückgezahlt werden.
Es ist die erste öffentlich platzierte Hybridanleihe, die durch Zentralregisterwertpapiere gemäß dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) verbrieft ist, teilt die Kanzlei Linklaters mit, die die Deutsche Börse begleitet hat. Die Wertpapiere wurden über die digitale Plattform D7 von Clearstream begeben.
Die Nettoerlöse aus der Emission können für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, dienen aber auch der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten. Die beteiligten Emissionsbanken wurden von White & Case beraten.
Traton kehrt an den UK-Bondmarkt zurück
Der Nutzfahrzeughersteller Traton hat nach zweieinhalb Jahren wieder den britischen Bondmarkt betreten. Die Münchener sammelten mit einer Anleihe mit vierjähriger Laufzeit 250 Millionen Pfund (rund 290 Millionen Euro) ein. Der Kupon liegt bei 5,5 Prozent. Die von Deutscher Bank und Barclays begleitete Emission stieß laut Traton auf hohes Interesse, wodurch nach eigener Aussage eine breite Platzierung bei institutionellen Investoren inklusive einer finalen Preisfestsetzung innerhalb der Vermarktungsspanne ermöglicht wurde.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Der Energiekonzern E.on hat neue grüne Schuldscheinverschreibungen im Volumen von 140 Millionen Franken (rund 148 Millionen Euro) am Schweizer Bondmarkt begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von neun Jahren und einen fixen Kupon von 1,44 Prozent. Der Essener Dax-Konzern finanziert mit den Erlösen neue sowie bestehende geeignete grüne Vermögenswerte gemäß seines Green Financing Frameworks.
Aukera hat eine strukturierte Kreditfazilität über 460 Millionen Euro aufgesetzt. Die ursprünglich mit 200 Millionen Euro zugesagte Finanzierung wurde mit einer Akkordeon-Fazilität in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro ausgestattet. Diese wurde bei der Refinanzierung in eine fest zugesagte Serie-2-Tranche von 260 Millionen Euro umgewandelt. Lead Investor ist EIG. Mit dem Kapital will die Plattform für Batteriespeicher ihr Energieinfrastrukturportfolio weiter ausbauen. A&O Shearman beriet Aukera bei der Transaktion.
Der Logistikdienstleister Schnellecke Group hat die Refinanzierung der Konsortialkreditfinanzierungen ihrer Teilkonzerne Schnellecke Logistics und KWD Automotive abgeschlossen. Die neue Finanzierung umfasst zwei Konsortialkreditfazilitäten über jeweils 70 Millionen Euro und damit ein Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro. Die Finanzierungsberatung FCF begleitete den Refinanzierungsprozess.
Givaudan hat am Schweizer Heimatmarkt Anleihen in zwei Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Franken (rund 319 Millionen Euro) platziert. Davon entfallen 100 Millionen Franken auf eine Anleihe mit einer Laufzeit bis März 2032 und einem festen Kupon von 1,0 Prozent. Die zweite Tranche in Höhe von 200 Millionen Franken hat eine Laufzeit bis September 2035 und einen festen Kupon von 1,35 Prozent. Die Erlöse will das Unternehmen für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.
Rating-Meldungen
Moody’s hat das Rating von TK Elevator von „B1“ auf „B2“ heraufgestuft und prüft derzeit eine weitere Anhebung. Der Ausblick ist stabil.
Zudem hat Moody’s den Ausblick des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen von negativ auf stabil angehoben und das „Ba2“-Rating bestätigt.
Philipp Hafner ist Redakteur bei FINANCE. Er hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth sowie an der University of Amsterdam studiert. Vor FINANCE arbeitete Philipp Hafner mehr als sechs Jahre bei der Verlagsgruppe Knapp/Richardi, zunächst als Volontär, anschließend dann als Redakteur für die Fachzeitschrift „Immobilien & Finanzierung“.
