Gerresheimer galt lange als stabiles, fast schon unspektakuläres Unternehmen: ein Hersteller von Pharmaverpackungen mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz, börsennotiert, solide Aktie. Doch das ist vorbei. Ein aktivistischer Investor, ein abrupter CFO-Abgang, Bafin-Bilanzkontrollen und eingeräumte Bilanzfehler haben den Aktienkurs auf ein Allzeittief gedrückt.
FINANCE-Redakteur Falk Sinß hat den Fall von Anfang an begleitet, Geschäftsberichte analysiert und Experten befragt. Sein Eindruck ist ernüchternd: „Man kann hier natürlich noch kein abschließendes Urteil fällen. Aber die Zutaten für einen Bilanzskandal sind zumindest schon mal bereit.“ Ob es dazu kommt, hängt davon ab, was die laufenden Untersuchungen seitens Bafin und dem Wirtschaftsprüfer Grant Thornton noch zutage fördern.
Das erwartet Sie in diesem Talk:
- Warum ausgerechnet die „Bill & Hold“-Umsätze zum Ausgangspunkt der ganzen Affäre wurden
- Wie Gerresheimer in nur einem halben Jahr von „alles korrekt“ zu „Jahresabschluss verschoben“ gelangte
- Was die Ausweitung der Bafin-Prüfung auf Leasingverbindlichkeiten und aktivierte Entwicklungskosten über das wahre Ausmaß der Probleme verrät
- Welche Rolle KPMG als Abschlussprüfer spielte – und warum die Bilanzaffäre für die Wirtschaftsprüfer unangenehm werden könnte
- Ob Gerresheimer in eine Schuldenkrise rutschen könnte und was das neue Management jetzt liefern muss, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen
Das ganze Interview mit Falk Sinß gibt es jetzt bei FINANCE TV.
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