Finanzierungen: Novartis, Bosch, Embat

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Novartis hat neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Foto: diy13 - stock.adobe.com
Novartis hat neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Foto: diy13 - stock.adobe.com

Novartis platziert 1,7 Milliarden Euro

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat drei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die erste Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro ist mit 3,1 Prozent verzinst. Fällig wird sie im Januar 2032. Die zweite Tranche hat ebenfalls ein Volumen von 600 Millionen Euro. Verzinst wird sie mit 3,5 Prozent bei einer Laufzeit bis Mai 2035. Die dritte und kleinste Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro ist erst im Mai 2041 zur Rückzahlung fällig. Der Zinssatz beträgt 4 Prozent. Die Orderbücher der Transaktion kamen zusammen auf ein Volumen von 3,2 Milliarden Euro.

Bosch mit neuem Benchmark-Bond

Der Stuttgarter Technologieriese Bosch hat 1,5 Milliarden Euro am Bondmarkt eingesammelt. Das gab das Unternehmen am vergangenen Mittwoch in einer Mitteilung bekannt. Eine erste Tranche umfasst 850 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Zinssatz von 3,25 Prozent. Die zweite Tranche läuft zehn Jahre, hat ein Volumen von 650 Millionen Euro und einen Kupon von 4 Prozent.

Emittenten waren Robert Bosch Finance mit Sitz in Wilmington (USA) sowie die Robert Bosch GmbH in Gerlingen (Deutschland). Der Erlös der neuen Papiere dient als Anschlussfinanzierung für bestehende Verbindlichkeiten. Barclays, Crédit Agricole, HSBC, ING und Société Générale waren laut Informationen von Bloomberg Bookrunner bei der Transaktion.

Embat sammelt 30 Millionen Euro ein

Embat, ein auf KI-gestütztes Treasury Management spezialisiertes Fintech, hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom internationalen Investmentfonds Cathay Innovation. Auch die bisherigen Investoren Creandum, Samaipata, 4Founders und Venture Friends haben sich erneut beteiligt. Die Mittel der Series-B-Runde sollen laut Emabt in zwei zentrale Wachstumsbereiche fließen: die Expansion durch den weiteren Ausbau der Präsenz im DACH-Markt und die Produktentwicklung, um die Innovationsführerschaft im Bereich der agentenbasierten KI und neuer Technologien für das Corporate Treasury zu sichern.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Mercedes-Benz hat ebenfalls neue milliardenschwere Anleihen platziert. Die Stuttgarter emittierten zwei neue Anleihen im Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Die erste Tranche im Volumen von 1 Milliarde Euro hat eine Laufzeit von drei Jahren bei einem Zinssatz von 3,2 Prozent. Die zweite Tranche in Höhe von 800 Millionen Euro wird mit 3,6 Prozent verzinst und läuft sechs Jahre. Die Orderbücher der beiden neuen Anleihen kommen zusammen auf 3,8 Milliarden Euro.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat ein neues Commercial Paper Programm aufgelegt. Das Programm ermöglicht es Tennet, kurzfristige, unbesicherte Schuldverschreibungen in mehreren Währungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von 6 Milliarden Euro zu begeben. Die Erlöse aus Emissionen im Rahmen des Programms verwendet der Netzbetreiber, um allgemeine Unternehmenszwecke zu finanzieren. Das CP-Programm trägt das STEP-Label (Short-Term European Paper) und wurde von der Commerzbank arrangiert. Zur Händlergruppe gehören ABN Amro, BayernLB, Commerzbank, Crédit Agricole, Deutsche Bank, DZ Bank, ING, Natwest, Rabobank und Société Générale. Die Commerzbank fungiert als Emissions- und Zahlstelle. Die rechtliche Beratung von Tennet erfolgte durch Linklaters.

Evotec hat neue Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2033 platziert. Die Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 116,1 Millionen Euro sind in neue sowie bestehende Inhaberaktien von Evotec wandelbar. Der Zinssatz für die Anleihen beträgt 2,625 Prozent. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 6,5313 Euro und entspricht einer Wandlungsprämie von 37,5 Prozent gegenüber dem Referenzaktienkurs der Evotec-Aktie von 4,75 Euro. Evotec beabsichtigt, den Emissionserlös zur Finanzierung des Transformationsprogramms „Project Horizon” zu verwenden.

Die Schweizer Immobiliengesellschaft Intershop hat eine neue Anleihe über 125 Millionen Schweizer Franken (rund 136 Millionen Euro) platziert. Die Anleihe wird mit einem Coupon von 1,2175 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Den Nettoerlös hat das Unternehmen zur Rückzahlung eines am 29. Juni 2026 fälligen Green Bond, zur teilweisen Refinanzierung des Erwerbs des Gewerbe- und Industrieareals „The Valley und Motorworld Manufaktur Region Zürich“ in Kemptthal sowie für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. UBS und Zürcher Kantonalbank waren als Joint Lead Managers an der Transkation beteiligt und Basler Kantonalbank als Co-Manager.

Telio, ein Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen für den Justizvollzug, hat einen Nordic Bond über 250 Millionen Euro platziert. Die neue Anleihe läuft bis Mai 2030 und ist mit einem variablen Kupon ausgestattet. Dieser richtet sich nach dem Drei-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge von 650 Basispunkten. Der Nettoemissionserlös soll der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke der Telio-Gruppe dienen. Als Sole Bookrunner für die Emission fungierte Pareto Securities. A&O Shearman beriet bei der Transaktion Telio als Emittentin sowie Charterhouse Capital Partners als deren Mehrheitseigentümer. Pareto Securities mandatierte die Kanzlei Gernandt & Danielsson.

Rating-Meldungen

S&P hat das Rating der Deutschen Telekom von „BBB+“ auf „A-“ angehoben. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.

S&P hat das Rating von Hellofresh von „BBB-“ auf „BB+“ herabgestuft. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil geändert.

Moody’s hat das „B2“-Rating von Stepstone bestätigt. Der Ausblick wurde aus negativ geändert.

Moody’s hat das „A2“-Rating von BMW bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Moody’s hat das „A2“-Rating von Mercedes-Benz bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Fitch hat das „BBB+“-Rating von E.on bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.