Zukäufe stehen bei SAP seit Jahren auf der Agenda. Zuletzt erst übernahm der Softwarekonzern gleich zwei KI-Unternehmen auf einmal. Das Ergebnis dieser Akquisitionsstrategie ist in der Bilanz kaum zu übersehen: 29 Milliarden Euro Goodwill, rund 40 Prozent der Bilanzsumme, der größte Vermögenswert des Konzerns.
Wer so viel kauft, geht zwangsläufig auch das Risiko von Wertminderungen ein – erst recht, wenn sich ein Deal nicht so entwickelt wie erhofft. Doch trotz der vielen Übernahmen und eines Restrukturierungsprogramms mit rund 3,5 Milliarden Euro Rückstellungen im Jahr 2024 hat SAP den Goodwill um keinen einzigen Euro abgeschrieben. Wirtschaftsprüfer und „Bilanzfluencer“ Oliver Köster findet das „zumindest bemerkenswert“ – und erklärt im Gespräch mit FINANCE TV, wie das zusammenpasst. Der Schlüssel liegt womöglich in der Segmentstruktur, die SAP in den vergangenen Jahren mehrfach radikal verändert hat.
Das erwartet Sie im Talk:
- Was der „Goodwill-Smoothie“ ist und warum eine schlechte Himbeere darin nicht mehr auffällt
- Wie SAPs jüngste KI-Zukäufe den Goodwill weiter in die Höhe treiben und warum genau das zum Risiko werden könnte, wenn die KI-Strategie nicht aufgeht.
- Welche konkreten Signale Investoren in den kommenden Quartalsabschlüssen suchen sollten, um frühzeitig zu erkennen, wohin die Reise geht.
Die Gesprächsteilnehmer
Host: Julia Schmitt (FINANCE Magazin)
Gast: Oliver Köster (Wirtschaftsprüfer und „Bilanzfluencer“)
Info
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