Simon Wilske wurde zum Head of Investment Banking für Deutschland und Österreich bei der Crédit Agricole befördert.

Crédit Agricole

09.11.16
Banking & Berater

Crédit Agricole befördert Simon Wilske zum Investmentbanking-Chef

Der M&A-Chef der Crédit Agricole, Simon Wilske, steigt zum Head of Investment Banking für Deutschland und Österreich auf. Die französische Bank hat das klare Ziel, wieder mehr deutsche Firmenkunden zu gewinnen.

Die Crédit Agricole hat Simon Wilske zum Head of Investment Banking für Deutschland und Österreich ernannt. Die Bank hat diese Position neu geschaffen und will das Investmentbanking in Deutschland und Österreich ausbauen. In seiner neuen Position wird Wilske an Hélène Combe-Guillemet, Head of Global Investment Banking, und Frank Schönherr, Senior Country Officer für Deutschland und Österreich, berichten.

Der 43-jährige Wilske war im September 2014 als Managing Director und Head of M&A Deutschland zur Crédit Agricole gekommen. Unter seiner Leitung konnte die Bank einige erfolgreiche Deals abschließen, darunter den Milliardenkauf von WMF durch die Groupe SEB und den Kauf des französischen Tourismusunternehmens Transat durch Tui. Noch nicht abgeschlossen, aber bereits angekündigt ist der Erwerb des 29-prozentigen Anteils von VTG durch Morgan Stanley Infrastructure.

Simon Wilske war vorher bei Goetzpartners

Bevor er zur Crédit Agricole kam, arbeitete Wilske eineinhalb Jahre lang als Senior Managing Director und Head of Corporate Finance bei dem Beratungshaus Goetzpartners. Zuvor war er fast 15 Jahre lang bei der Citigroup in London tätig, zuletzt als Managing Director und M&A-Verantwortlicher für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Im Frühjahr dieses Jahres erst kündigte Frank Schönherr an, dass die Crédit Agricole wieder mehr deutsche Firmenkunden gewinnen will. Sie will sich mit Krediten und Anleihen, aber auch komplexeren ABS-Transaktionen bei den Kunden hierzulande positionieren und zielt dabei vor allem auf die Dax-Schwergewichte ab.

Die Ernennung eines eigenen Chef-Investmentbankers für Deutschland deutet darauf hin, dass das Investmentbanking eine weitere Stoßrichtung der Corporate-Offensive der französischen Genossenschaftsbank werden dürfte.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de