SEB

04.12.17
Banking & Berater

Magnus Lilja leitet deutsches LBO-Geschäft der SEB

Die schwedische Großbank SEB befördert Magnus Lilja zum Leiter des deutschen Leveraged-Finance-Geschäfts. Der neue Chef soll für die Schweden auch die großen Deals an Land ziehen.

Zum Jahresstart 2018 übernimmt Magnus Lilja die Leitung des deutschen Leveraged-Finance-Geschäft bei der SEB. Lilja folgt auf Stuart Hewer, den die Bank im Sommer zum globalen Leiter des LBO-Geschäfts befördert hatte.

Lilja arbeitet seit 2011 für die SEB und begleitete Unternehmensangaben zufolge bereits zahlreiche Leveraged-Buyout-Transaktionen im deutschsprachigen Raum. Zuvor war er unter anderem für die Royal Bank of Scotland und KPMG tätig.

LBO-Geschäft: Mittelstand bleibt im Fokus

Das Geschäft mit Finanzinvestoren gehört zu den wichtigsten Geschäftsfeldern der SEB in Deutschland: Im vergangenen Jahr finanzierten die Schweden hierzulande 20 Private-Equity-Deals. Laut dem GCA Altium MidCap Monitor war die SEB damit die Nummer Eins im deutschen LBO-Markt – vor der Commerzbank, DZ Bank und Unicredit.

Mit der neuen Spitze will die Bank ihr LBO-Angebot in Zukunft ausbauen: Dabei schielt die Bank vor allem auf Deals mit Großkonzernen, sagt SEB-Deutschlandchef Johan Andersson: Für Large-Cap-Kunden wolle man verstärkt Lösungen anbieten, das LBO-Geschäft mit Mittelständlern bleibe aber „Kernkompetenz“.

SEB will im deutschen Firmenkundengeschäft wachsen

Die personelle Veränderung folgt auf eine im Frühjahr 2017 angestoßene Reorganisation, in der die SEB ihre deutsche AG in eine Niederlassung umwandelte. Im Zuge dessen strich die schwedische Bank auch massiv Stellen, vor allem im Backoffice. Im deutschen Firmenkundengeschäft will die Bank dagegen wachsen, wie der deutsche Investmentbanking-Chef Arne Mühlholm im Interview mit FINANCE bekräftigte: „Deutschland ist der einzige Kernmarkt, in dem noch deutliche Wachstumsraten möglich sind.“

kerstin.hammann[at]finance-magazin.de