Michael Klett wechselt von PwC zu Baker Tilly und nimmt ein Anwaltsteam zum Konkurrenten mit.

Baker Tilly

30.10.18
Banking & Berater

PwC verliert Anwaltsteam an Baker Tilly

Michael Klett, ein bekannter Berater öffentlicher Unternehmen, wechselt von PwC zu Baker Tilly. Dort soll er das Stuttgarter Büro zu einem „Knotenpunkt“ machen – zusammen mit Steuerexpertin Ursula Augsten.

Veränderung am Anwaltsstandort Stuttgart: Das Beratungshaus Baker Tilly vermeldet die Verpflichtung des Stuttgarter PwC-Partners Michael Klett. Bitter für PwC: Klett nimmt auch sein zehnköpfiges Team mit zu dem Kontrahenten. Ihre neuen Stellen werden die elf bisherigen PwC-Berater aber erst zum 1. April kommenden Jahres antreten.

Klett kam 2004 von EY zu PwC nach Stuttgart und wurde dort später Partner. Der promovierte Jurist ist einer der bekanntesten Rechtsberater des öffentlichen Sektors. Sein Schwerpunkt liegt bei kommunalen Versorgungsunternehmen aus dem Energiebereich, in erster Linie Stadtwerken. Unter den zehn Mitarbeitern, die Klett mit zu Baker Tilly nehmen wird, sind Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Michael Klett soll Expansion von Baker Tilly forcieren

Bei Baker Tilly stoßen Klett und sein Team zur „Industry Group Public Sector/Energy“, die aktuell bundesweit 30 Berufsträger umfasst. Kletts Auftrag ist es, deren deutschlandweite Expansion voranzutreiben.

„Mit Michael Klett stößt ein äußerst erfahrener Rechtsanwalt und Steuerberater mit einem schlagkräftigen Team zu uns. Damit können wir die Industry Group Public Sector/Energy nicht nur ausbauen, sondern sie auch fachlich und qualitativ noch besser auf die Anforderungen unserer Mandanten zuschneiden“, sagt Wolfgang Richter, Co-Chef von Baker Tilly.

Baker Tilly macht Stuttgart zum „Knotenpunkt“

Kletts Wechsel dürfte den Schwerpunkt dieses Teams nach Stuttgart verlagern. Dort beschäftigt Baker Tilly bereits die Steuerrechtlerin Ursula Augsten und weitere Spezialisten für die Prüfung und prüfungsnahe Beratung von Unternehmen der öffentlichen Hand. „In Stuttgart entsteht ein neuer Knotenpunkt für die integrierte Beratung des öffentlichen Sektors“, gibt Baker-Tilly-Chef Richter die Richtung vor.

Baker Tilly hat sich bereits seit einigen Jahren sehr stark auf das Beratungsgeschäft fokussiert und setzt inzwischen über 80 Prozent mit Beratungsdienstleistungen um. Das unterscheidet das Haus von den anderen Next-Ten-Konkurrenten, die aus der Wirtschaftsprüfung kommen und erst langsam ein Beratungsgeschäft aufbauen.

Insgesamt ist das WP- und Beratungshaus an zehn Standorten in Deutschland vertreten, an denen gut 1.000 Mitarbeiter beschäftigt werden. International ist Baker Tilly Deutschland Teil von Baker Tilly International, ein Netzwerk diverser WP- und Beratungshäuser, die allerdings alle unabhängig voneinander sind.   

michael.hedtstueck[at]finance-magazin.de

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