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Next-Six-Haus Baker Tilly wächst zweistellig

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Baker Tilly bleibt die Nummer neun im deutschen Prüfermarkt. Foto: Tada Images - stock.adobe.com
Baker Tilly bleibt die Nummer neun im deutschen Prüfermarkt. Foto: Tada Images - stock.adobe.com

Die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly hat ihre Umsatzzahlen für 2023 vorgelegt. Die Zahlen zeigen ein deutliches Wachstum – deutschlandweit und auf internationaler Ebene. In Deutschland stieg der Umsatz des Next-Six-Hauses zweistellig, um 13,8 Prozent auf 219,5 Millionen Euro. International konnte Baker Tilly den Umsatz um 11 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar steigern.

Wie sich der Umsatz auf die einzelnen Geschäftsbereiche verteilt, wollte Baker Tilly nicht mitteilen, sondern teilte FINANCE auf Nachfrage lediglich mit, dass dieser sich „homogen“ auf alle Bereiche verteile.

Nicht nur beim Umsatz legte die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft zu, sondern auch bei den Mitarbeitern. An zehn Standorten in Deutschland sind laut Angaben des Unternehmens derzeit 1.500 Beschäftigte tätig, rund 7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Darunter sind auch die 40 neuen Mitarbeiter, die aufgrund der Integration der Steuerkanzlei WW+KN zum Jahreswechsel zu Baker Tilly wechselten. Weltweit stieg die Mitarbeiterzahl auf über 43.000.

Wachstum in den Bereichen ESG und IFRS

Auch die Bereiche der Rechtsberatung und der Wirtschaftsprüfung konnte Baker Tilly ausbauen. Im Geschäftsbereich Audit & Advisory setze das Next-Six-Haus insbesondere auf Wachstum in den Bereichen ESG und IFRS.

Im Bereich Nachhaltigkeit sieht die Prüfungsgesellschaft vor allem die nicht finanzielle Berichterstattung als Wachstumsbereich. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Baker Tilly daher die Position eines Head of ESG für den Geschäftsbereich Audit & Advisory geschaffen und diese mit dem ESG-Experten Nils Borcherding besetzt, der als Partner von BDO kam.

Mit der Ernennung von Odile Benecke im Juli 2023 baute Baker Tilly außerdem die IFRS-Beratung weiter aus. Die Steuerberaterin kam von Big-Four-Haus KPMG. Sowohl der Bereich ESG als auch die IFRS-Beratungen will Baker Tilly im Jahr 2024 weiter ausbauen. In der Rechtsberatung konnte die Beratungsgesellschaft laut eigenen Angaben vor allem in den Bereichen Restrukturierung, Transaktionen und Arbeitsrecht wachsen.

Verteidigung des neunten Platzes geglückt

Mit einem Umsatz von 219,5 Millionen Euro konnte Baker Tilly die eigenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 von 220 bis 225 Millionen Euro zwar nicht übertreffen, verteidigte jedoch den neunten Platz im deutschen Prüfermarkt. Verfolger Grant Thornton ist Baker Tilly jedoch dicht auf den Fersen. Grant Thornton konnte 2023 in Deutschland ebenfalls erstmals einen Umsatz von 200 Millionen Euro erzielen und liegt mit 212 Millionen Euro nur knapp hinter der Nummer neun.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.