Der Mitgründer und Aufsichtsratschef Werner Klein ist gestorben.

Warth & Klein

15.08.18
Banking & Berater

Warth & Klein-Gründer Werner Klein gestorben

Der Mitgründer und Aufsichtsratschef von Warth & Klein, Werner Klein, ist tot. Er hatte vor 60 Jahren den Grundstein für das mittelständische Prüf- und Beratungshaus gelegt.

Werner Klein, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender von Warth & Klein Grant Thornton, ist tot. Wie das Prüf- und Beratungshaus erst am heutigen Mittwoch mitteilte, starb er bereits am 8. August im Alter von 88 Jahren.

Werner Klein gründete Warth & Klein gemeinsam mit seinem Bruder Günter Klein sowie mit Karl Warth im Jahre 1958. Bis zum unerwarteten Tod des damaligen Geschäftsführers Klaus Günter Klein (dem Sohn von Günter Klein) im Frühjahr 2016 war das Unternehmen stets in Familienhand. Danach übernahm Joachim Riese den Posten als Vorstandsvorsitzender.

Bis zuletzt war Mitgründer Werner Klein im Aufsichtsrat des Prüf- und Beratungshauses engagiert und hatte dessen Vorsitz inne. Ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender steht nach Unternehmensangaben noch nicht fest.

Warth & Klein konkurriert mit Next Ten und Big Four

Die als Familienunternehmen gestartete Warth & Klein beschäftigt heute über 900 Mitarbeiter an zehn Standorten. Mit einem Umsatz von 96,2 Millionen Euro ist es aktuell das zehntgrößte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungshaus in Deutschland. Warth & Klein zählt zu den sogenannten Next Ten, dem Verfolgerfeld der Big-Four-Häuser KPMG, PwC, Deloitte und EY.

Im vergangenen Jahr ist Warth & Klein um rund 10 Prozent gewachsen. Das Unternehmen steht in starker Konkurrenz zu den Next Ten wie Ebner Stolz, BDO oder Rödl & Partner einerseits und den Big Four andererseits. Um mit den großen Netzwerken konkurrieren zu können, ist Warth & Klein im Jahr 2000 dem Netzwerk Grant Thornton International 2001 beigetreten, zehn Jahre später wurde Warth & Klein die alleinige deutsche Mitgliedsfirma des Netzwerks.

Warth & Klein will in der Beratung wachsen

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Zudem baut das mittelständische Prüfungs- und Beratungshaus zunehmend seine Beratungsdienstleistungen aus. Im April dieses Jahres hat Warth & Klein beispielsweise 25 Prozent an der Unternehmensberatung Hanse Consulting übernommen. Weitere Zukäufe sollen folgen, auch ein Ausbau der Rechtsberatung ist geplant.

Eine Herausforderung, mit der Warth & Klein aktuell konfrontiert ist, die verpflichtende Abschlussprüferrotation, wegen der viele Unternehmen ihre Prüfer wechseln. Viele Unternehmen entscheiden sich bei einem Wechsel lieber gleich für ein Big-Four-Haus. Im Interview mit FINANCE bekräftigte CEO Joachim Riese aber, dass Warth & Klein sich auch für neue Mandate im MDax bewerben werde und zeigte sich optimistisch: „Irgendwann kommen wir sicher auch in der Prüfung zum Zuge.“

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

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