Der Buwog-CFO Andreas Segal hat das Unternehmen nach der Übernahme durch Vonovia verlassen.

BUWOG group

27.03.18
CFO

Buwog-CFO Segal ist nach Übernahme durch Vonovia gegangen

CFO Andreas Segal verlässt den Immobilienkonzern Buwog vorzeitig. Damit zieht sich Segal bereits zum zweiten Mal im Zuge einer Offerte des Konkurrenten Vonovia aus einem Unternehmen zurück.

Nach der Übernahme des österreichischen Immobilienkonzerns Buwog durch den Konkurrenten Vonovia hat Andreas Segal, Finanzchef und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, das Unternehmen verlassen.

Dass Segal gehen wird, hatte Buwog bereits im Dezember 2017 angekündigt – er solle als CFO nur noch die Transaktion begleiten, hieß es damals. Geplant war der Weggang allerdings erst für das zweite Halbjahr 2018. Da die Übernahme nun aber früher als erwartet schon Mitte März abgeschlossen wurde, ist Segal nun bereits am gestrigen Montag gegangen. Vonovia hält nun über 74 Prozent an Buwog.

Andreas Segal, Buwog Group

Andreas Segal beginnt seine Laufbahn 1998 als Rechtsanwalt, spezialisiert auf Corporate Finance und Steuerrecht. Im Jahr 2000 wechselt er in die Immobilien- und Finanzwirtschaft, zunächst als Investmentbanker im Bereich M&A bei der Commerzbank in London und Frankfurt.

2003 übernimmt er  die Leitung der kaufmännischen Geschäfte der privaten Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft Wegert Holding und ist parallel dazu Mitglied der Geschäftsleitung des Handelsunternehmens ProMarkt.

2006 wechselt er zu GSW Immobilien, zunächst als Leiter Finanzen, ab November 2006 zusätzlich als Leiter Controlling. 2007 wird er zunächst Kaufmännischer Leiter und kurze Zeit später CFO. Im August 2013 rückt Segal zum Co-CEO des Unternehmens auf.

Im November 2013 wird GSW Immobilien von der Deutsche Wohnen AG übernommen, im Januar 2014 schließlich rückt Segal als CFO in den Vorstand von Deutsche Wohnen.

Im November 2015 trennen sich Segal und die Deutsche Wohnen überraschend. Ab Januar 2016 wird er CFO und stellvertretender Vorsitzender beim deutsch-österreichischen Immobilienunternehmen Buwog. Nach der Übernahme der Buwog-Mehrheit durch den Konkurrenten Vonovia zieht sich Segal im März 2018 vom CFO-Posten bei der Buwog zurück.

zum Profil

Segal, der im Januar 2016 zum CFO und stellvertretenden CEO ernannt wurde, legte sein Mandat in beiderseitigem Einvernehmen nieder, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Darin danken Aufsichtsrat und Vorstand Andreas Segal für seine „herausragenden Leistungen“ während seiner Zeit als CFO. Als beispielhafte Erfolge werden die Begebung einer 300 Millionen Euro Wandelschuldverschreibung mit Nullkupon und das Einholen eines Investment-Grade-Ratings von Standard & Poor's mit der Einstufung BBB+ genannt.

Segal war bei Deutsche Wohnen mit Vonovia konfrontiert

Interimsweise wird nun Buwog-CEO Daniel Riedl, der als neues Mitglied in den Vonovia-Vorstand wechselt, zusätzlich den Posten von Andreas Segal übernehmen. Dort ist er nun neben dem österreichischen Geschäft auch für das Development-Geschäft zuständig.

Vor seiner Zeit bei Buwog war Andreas Segal als CFO der Deutschen Wohnen tätig. Im November 2015 verließ er die Deutsche Wohnen überraschend – die Trennung kam zu einer Zeit, als die Deutsche Wohnen mit einem Übernahmeangebot von Vonovia konfrontiert war. Am Ende scheiterte die Transaktion jedoch, weil die Mindestannahmeschwelle nicht erreicht wurde.

Auch im Aufsichtsrat von Buwog gibt es wegen des Eigentümerwechsels viel Bewegung. Neu einziehen werden der Vonovia-CEO Rolf Buch, der scheidende CFO Stefan Kirsten und dessen Nachfolgerin Helene von Roeder.

sarah.jordan[at]frankfurt-bm.com

Mehr über die Karriere des ehemaligen CFOs von Buwog finden Sie im Köpfe-Profil von Andreas Segal.