Deutsche Börse

26.02.16
CFO

Deutsche-Börse-Fusion: Pottmeyer droht CFO-Posten zu verlieren

Gelingt die Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange, wird der aktuelle CFO Gregor Pottmeyer seine Position verlieren. Für den CFO-Posten der fusionierten Einheit konnte er sich offenbar nicht profilieren.

Schlechte Nachrichten für den Finanzchef der Deutschen Börse Gregor Pottmeyer: Sollte es zu einem Zusammenschluss zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange kommen, soll der derzeitige LSE-CFO David Warren zum Finanzchef der neuen Gruppe ernannt werden – und nicht Gregor Pottmeyer.

Nachdem gestern schon bekannt wurde, dass der derzeitige Deutsche-Börse-CEO Carsten Kengeter Chef des fusionierten Unternehmens werden soll, verwundert diese Entscheidung nicht – die Briten hätten wohl kaum zugestimmt, beide Spitzenpositionen mit deutschen Managern zu besetzten.

CFO Gregor Pottmeyer gilt als unauffällig

Der Betriebswirt Pottmeyer ist seit 2009 Finanzchef bei der Deutschen Börse, davor war er CFO der Daimler Chrysler Bank. Pottmeyer hat im vergangenen Jahr bei der Deutschen Börse zwei größere Zukäufen begleitet, im Juli hat das Unternehmen die Devisenplattform 360T sowie den Indexanbieter Stoxx übernommen. Insgesamt gilt der Finanzchef neben dem schillernden Vorstandschef Kengeter aber als eher unauffällig.

Daneben hat die Deutsche Börse jetzt auch bestätigt, dass die neue Gruppe eine Aktiengesellschaft britischen Rechts (plc) mit Sitz in London werden soll. Die Hauptsitze würden sowohl in London als auch in Frankfurt sein, in beiden Städten soll das Unternehmen auch an der Börse gelistet sein.

Ob die Transaktion tatsächlich gelingt, steht jedoch noch nicht fest. Beide Parteien haben gemäß des britischen Übernahmerechts bis zum 22. März Zeit, um sich einig zu werden.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de