CFO Jörg Timmermann ist bei Weidmüller zum Vorstandssprecher aufgestiegen.

Weidmüller

10.11.16
CFO

Weidmüller-CFO Jörg Timmermann zum Chef befördert

Nach nur einem Jahr als CFO des Elektronikspezialisten Weidmüller übernimmt Jörg Timmermann zusätzlich den Posten als Vorstandschef. Der bisherige Vorsitzende Peter Köhler geht in den Aufsichtsrat.

Personalwechsel bei Weidmüller: Peter Köhler, Vorstandschef beim Elektronikspezialisten, wechselt zum 1. März in den Aufsichtsrat der Gruppe. Seine Aufgaben übernimmt Jörg Timmermann zusätzlich zu dessen Posten als CFO.

Timmermann wird als Vorstandssprecher gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Elke Eckstein (Operations) und Jose Carlos Alvarez Tobar (Vertrieb) das Unternehmen führen. Durch den Wegfall des Postens des Vorstandsvorsitzenden verkleinert sich der Vorstand von vier auf drei Personen. Weidmüller hatte den Vorstand erst Ende Dezember 2013 von drei auf vier Personen vergrößert, damals wurde die durch Elke Eckstein besetzte COO-Position neu geschaffen. Die Erweiterung des Vorstands trage der kontinuierlichen Expansion und weiteren internationalen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung, hieß es damals.

Jörg Timmermann war Segment-CFO bei Gea

Jörg Timmermann hat den CFO-Posten erst seit Januar dieses Jahres inne. Er ist der Nachfolger von Harald Vogelsang, der das Unternehmen nach sechs Jahren verlassen hatte und zu der Körber AG, der Hamburger Holdinggesellschaft des Technologiekonzerns, gewechselt war.

Vor seiner Zeit bei Weidmüller war Timmermann über acht Jahre lang bei der Gea Group. Zunächst war er Leiter des Konzerncontrollings, seit 2011 trug er als Vice President und CFO des Segmentes Gea Mechanical Equipment die Verantwortung für die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, IT, Recht, Einkauf und Außenwirtschaft sowie für die Region Südostasien. Seine Karriere begann der Betriebswirt in der Wirtschaftsprüfung und M&A-Beratung bei KPMG.

Weidmüller war mit der Übernahme von R. Stahl gescheitert

Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Köhler hat Timmermann die Strategie 2020 vorangetrieben, wozu auch die Entwicklung Weidmüllers vom Komponentenhersteller zum Lösungsanbieter gehört. Gleichzeitig spielen auch die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 eine immer größere Rolle bei dem Elektronikkonzern.

Um Weidmüller war es still geworden, nachdem das Unternehmen im Juli 2014 die Übernahmeschlacht um R. Stahl verloren hatte. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Weidmüller mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 700 Millionen Euro. Anfang des Jahres stellte Weidmüller sein neues Zukunftskonzept vor, das einen Stellenabbau vorsieht. Anfang November gab das Unternehmen die Übernahme von Bosch Rexroth Monitoring Systems, das auf die Überwachung von Rotorblättern bei Windkraftanlagen spezialisiert ist, bekannt.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de