Ein Early-Bird, der auf Minimalismus im Büro setzt: Christopher Sessar, CFO von SAP Deutschland, gewährt im FINANCE-Fragebogen einen Einblick in seinen Alltag.

SAP Deutschland/Montage: FINANCE

30.12.19
CFO

CFO vor der Wahl: Christopher Sessar, SAP Deutschland

Seit Januar 2018 ist Christopher Sessar CFO von SAP Deutschland. Auf welche technologischen Hilfsmittel er beruflich und privat nicht verzichten mag, das verrät er im FINANCE-Fragebogen.

Kopfrechnen oder Taschenrechner?
Am liebsten Realtime Reporting per Mausklick – und T-Konten am Whiteboard „malen“, da kommt dann der Accountant in mir raus. Ein Graus sind mir Zahlen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Soziale Online-Netzwerke: nutzen oder lieber nicht?
Während ich privat Social Media kaum nutze, sehe ich im beruflichen Kontext, dass es etwa bei Linkedin nicht nur um die „mathematische“ Reichweite im Sinne von hohen View- oder Like-Zahlen geht, sondern auch um die inhaltliche Reichweite. Wir als Unternehmen gewinnen damit schon die Deutungshoheit über Themen, die uns wichtig sind.

Das Ordnungssystem auf dem Schreibtisch: verstehen nur Sie oder verstehen auch andere?
Da findet sich jeder zurecht: Mein Laptop und ein großer Screen – möglichst papierlos. Ich glaube, das innenarchitektonische Wort dazu ist „Minimalismus“. Mir hilft diese klare, reduzierte Struktur sehr!

„Meine Tochter ist für mein berufliches Zeitmanagement ein Segen.“

Christopher Sessar, CFO, SAP Deutschland

Arbeit: 40 oder 80 Stunden?
So wenig Stunden wie möglich und so viel wie nötig, um einen guten Job zu machen. Meine Tochter ist für mein berufliches Zeitmanagement ein Segen.

Telefonieren oder Mailen?
Face-to-Face ist in Sachen Effizienz und Empathie das allerallerbeste. Ein Telefon mit eingeschalteter Kamera kommt ziemlich nah daran. Und natürlich bestimmen E-Mails den Alltag – gerade weil es auch um die präzise und skalierbare Darstellung von Inhalten geht, die im Nachhinein nachvollziehbar sein müssen.

Gourmetmenu oder Currywurst?
Am Wochenende koche ich gerne mit meiner Familie, gerne auch für meine Familie – da kommt dann schon mal etwas mit Gourmet-Anspruch dabei raus. In der Woche bin ich froh, dass es die Möglichkeit gibt, sich wirklich gesund und vernünftig in der Kantine zu ernähren.

Überstunden: Früher anfangen oder länger bleiben?
Seit der Geburt meiner jetzt zweijährigen Tochter: ganz klar Early-Bird.

FINANCE-Köpfe

Dr. Christopher Sessar, SAP Deutschland SE & Co. KG

Nach Studium und Promotion an der Universität Mannheim beginnt Christopher Sessar 2007 seine berufliche Laufbahn im Bereich Accounting/Corporate Financial Reporting bei SAP. In den folgenden Jahren übernimmt er verschiedene Funktionen im Finanzbereich und leitet unter anderem den Bereich Corporate External Reporting. Von Januar 2018 bis Januar 2020 ist Sessar CFO von SAP Deutschland. Zum 1. Februar 2020 wechselt er in eine neue Rolle und wird Chief Accountant des SAP Konzerns und Direct Report des Finanzvorstands.

Sessar hat zudem Lehraufträge an der Mannheim Business School der Universität Mannheim, der Goethe Universität Frankfurt und der Heinrich Heine Universität Düsseldorf in den Bereichen Accounting, M&A-Finanzierung, Digitalisierung der Finanzfunktion und zu  Finanzprozessen. Er ist Mitglied im Arbeitskreis Digital Reporting der Schmalenbach Gesellschaft.

zum Profil

Wie fährt es sich besser: Taxi oder eigenes Auto?
Für Geschäftsreisen immer die Bahn – ein mobiles Büro und zeitgemäß (wenn nur der W-Lan-Empfang in Deutschland etwas besser wäre).

Reisen: Bungee-Jumping oder Strandkorb?
Aktivurlaub – mit dem Wohnmobil zum Klettern. Das kommt tendenziell dem Bungee-Jumping näher.

Fußball: Schauen oder spielen?
Fußball ist Bildschirmsport für mich – da aber höchst engagiert, oder wie meine Familie sagt: verhaltensauffällig.

Für Notizen: Zettel und Stift oder Tablet und Smartphone?
Tatsächlich beides.

Kaffee oder Tee?
Kaffee ist ein Muss – aber nur morgens. 

„Die Digitalisierung des Finanzbereichs ist eine tolle Herausforderung.“

Christopher Sessar, CFO, SAP Deutschland

Der CFO: Stratege oder Spezialist?
Transformation Agent – die Digitalisierung des Finanzbereich ist eine tolle Herausforderung und macht meinen Job zum spannendsten, den ich mir vorstellen kann.

Controlling: Bottom-up oder Top-down?
Predictive Forecasting mit Machine Learning – das ist dann eigentlich eher Top-down.

Mails checken im Urlaub: ja oder nein?
Erwarte ich das von meinen Mitarbeitern? Klares „Nein“. Für mich selbst aber ein klares „Ja“. Die Vorstellung, sich nach dem Urlaub durch einen E-Mail-Dschungel schlagen zu müssen, ginge zu Lasten meiner Erholung. Dabei muss ich aber erwähnen, dass ich mein Business-Hirn wirklich gut an- und abschalten kann – das heißt, ich finde ganz leicht wieder in die Erholung zurück. 

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Zur Person: Christopher Sessar, SAP Deutschland

Nach Studium und Promotion beginnt Christopher Sessar 2007 im Bereich Accounting und Corporate Financial Reporting bei SAP. Seit Januar 2018 ist er CFO von SAP Deutschland. Wo er nebenberuflich engagiert und wie er am liebsten seine Freizeit gestaltet, das lesen Sie im FINANCE-Köpfe-Steckbrief von Christopher Sessar