Wegen der Coronakrise fürchten sich mehr Unternehmen vor dem Eingehungsbetrug. Das sollten Vorstände beachten.

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FINANCE+ 25.06.20
CFO

Eingehungsbetrug: Das sollten CFOs jetzt wissen

Dürfen Vorstände finanziell angeschlagener Unternehmen überhaupt noch Lieferungen bestellen? Oder ist das schon ein Eingehungsbetrug? Gerade in der Coronakrise lauern Haftungsrisiken, warnen Juristen.

Durch das Coronavirus sind viele Unternehmen in Schieflage geraten. Um eine Insolvenzwelle zu vermeiden, gibt es an mancher Stelle Lockerungen – so wurde beispielsweise bis Ende September die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ausgesetzt, die Corona-bedingt in Schwierigkeiten geraten sind. Das sorgt bei einigen Unternehmen erst einmal für Erleichterung. Doch es bleibt für den CFO und seine Vorstandskollegen das Risiko, sich wegen des Eingehungsbetrugs strafbar zu machen, mahnen Juristen.

Ein Eingehungsbetrug liegt vor, wenn jemand seinem Vertragspartner lediglich vortäuscht, seine vertraglichen Verpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit erfüllen zu wollen. Ein klassischer Fall sind Warenlieferungen, etwa wenn ein Vorstand Waren bei seinem Lieferanten bestellt, obwohl er bereits davon ausgeht, dass er die Lieferung nicht wird bezahlen kann. Wichtig dabei: „Voraussetzung für einen Eingehungsbetrug ist, dass der Täter vorsätzlich handelt“, erklärt Christian Pelz, Partner der Kanzlei Noerr. 

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