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Milliardendeal: PE-Investor Bridgepoint gelingt Exit bei Infront

Dem PE-Investor Bridgepoint ist der Exit beim Sportrechtevermarkter Infront Sports & Media geglückt.
CCat82/iStock/Thinkstock/GettyImages

Der chinesische Mischkonzern Wanda Group steigt ins Sportmarketing ein: Für 1,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 1,05 Milliarden Euro) übernehmen die Chinesen das Portfoliounternehmen Infront Sports & Media des PE-Investors Bridgepoint. Infront ist dem PE-Investor zufolge das führende Sportmarketingunternehmen in China und ist Partner von internationalen Sportverbänden wie beispielsweise der Fifa, dem Deutschen Fußball-Bund und dem Ski-Verband FIS.

Bridgepoint hatte Infront im September 2011 zu einem nicht genannten Preis vollständig übernommen und im vergangenen Herbst wieder zum Verkauf gestellt. Infront Sports & Media hatte im Geschäftsjahr 2010 rund 600 Millionen Euro umgesetzt. Mit der Transaktion vertraute Personen hatten damals gesagt, der Kaufpreis habe bei rund 550 Millionen Euro gelegen. Zudem soll sich Bridgepoint zwei Sonderdividenden von 160 Millionen Euro und 155 Millionen Euro ausgeschüttet haben. Bridgepoint wollte zu diesen Informationen  in der Vergangenheit jedoch keine Stellungnahme abgeben.

Bridgepoint zufolge hat Infront seit der Übernahme „kontinuierlich gute Ergebnisse und solides Wachstum verzeichnet“ und das Rechte- und Serviceportfolio weiter ausgebaut. 2014 soll Infront nach Bridgepoint-Angaben einen Umsatz von 913 Millionen US-Dollar erzielt haben. Das entspricht mehr als 800 Millionen Euro. Das Management unter der Leitung von CEO Philippe Blatter, einem Neffen des Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, bleibt unverändert. 

PE-Investor Bridgepoint könnte mit Exits bei Investoren punkten

Der erfolgreiche Ausstieg bei Infront dürfte Bridgepoint auch den Wechsel in die nächste Fondsgeneration erleichtern. Wie FINANCE exklusiv erfahren hatte, stand Bridgepoint im vergangenen Herbst kurz davor, im Rahmen eines Fundraisings für einen neuen Fonds rund 4 Milliarden Euro einzusammeln.

Aus dem nun auslaufenden Fonds deutet sich auch noch ein weiterer Exit an. Marktgerüchten zufolge soll Bridgepoint die Investmentbank Goldman Sachs damit beauftragt haben, einen Käufer für den Brillenhersteller Rodenstock zu finden, an dem Bridgepoint seit 2007 beteiligt ist. Das Frankfurter Büro von Bridgepoint betreut darüber hinaus aktuell noch das Investment in die österreichische AHT Cooling.

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