Deutschlandchef von Cinven wird Level20-Mentor

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27.09.18
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Deutschlandchef von Cinven wird Level20-Mentor

Die Initiative Level20 hat ein Mentoring-Programm ins Leben gerufen, um mehr Frauen bei Private-Equity-Häusern in Führungspositionen zu bringen. Einer der 16 Mentoren ist Cinven-Deutschlandchef Bruno Schick.

„Es gibt viel zu wenige Frauen in Private Equity. Ich möchte meinen Beitrag leisten, um das zu ändern“, sagt der Deutschlandchef des Private-Equity-Investors Cinven, Bruno Schick. Er ist einer von insgesamt 16 Private-Equity-Managern, die ein neues deutschlandweites Mentoring-Programm unterstützen, das mehr Frauen bei Finanzinvestoren in Führungspositionen bringen soll.

„Es gibt viel zu wenige Frauen in Private Equity. Ich möchte meinen Beitrag leisten, um das zu ändern.“

Bruno Schick, Deutschlandchef von Cinven

Initiator des Programms ist die in Großbritannien gegründete Initiative Level20, die sich diesem Ziel verschrieben hat. Laura Schröder ist Assistant Director beim Private-Equity-Investor Advent International, hat so ein Mentoring-Programm in Großbritannien selbst durchlaufen und ist verantwortlich für das deutsche Konzept.

„Auf der Mentorenseite gibt es nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Das ist sehr wichtig, da unsere Mentees größtenteils mit Männern zusammenarbeiten“, betont Schröder. Von den 16 Mentoren seien immerhin sechs männlich. Die Mentees sind laut Schröder vor allem Frauen mit vier bis zehn Jahren Private-Equity-Erfahrung, die beispielsweise im nächsten Schritt eine Partnerschaft im eigenen Fonds anstreben oder in das Investment-Komitee einziehen möchten. Um an dem Programm teilnehmen zu können, bedarf es mindestens zwei Jahren Private-Equity-Erfahrung. 

Level20: Mentoring-Programm ist kostenlos

Die Mentoren kommen vor allem aus kleinen und mittelgroßen Fonds. „Largecap-Fonds stellen vier der 16 Mentoren“, meint Schröder. Wichtig sei, dass zwischen Mentor und Mentee kein Wettbewerb bestehe, weshalb die Pärchen laut Schröder aus unterschiedlichen Fonds unterschiedlicher Marktsegmente gebildet wurden.

„Das Mentoring-Programm umfasst aber auch ein klares Abwerbungsverbot, so dass die teilnehmenden Fonds im Anschluss nicht Gefahr laufen, ihre Mitarbeiterinnen zu verlieren“, sagt Schröder. Den teilnehmenden Private-Equity-Häusern entstünden durch das Mentoring außerdem keine zusätzlichen Kosten.

„Largecap-Fonds stellen vier der 16 Mentoren.“

Laura Schröder, Advent International

Laura Schröder von Advent hat von Mentoring profitiert

Schröder selbst hat von dem Mentoring-Programm in Großbritannien profitiert, das dem deutschen als Vorbild dient. In der Zeit ihres Mentorings gelang Schröder der Sprung vom Associate zum Assistant Director.

Während in Großbritannien auf diese Weise inzwischen 80 Private-Equity-Managerinnen gefördert werden, ist in Deutschland die Teilnehmerzahl an dem Programm im Pilotjahr auf 16 Teilnehmerinnen beschränkt. 

Die Initiative ist hierzulande im Februar gestartet und hat laut Schröder seitdem 79 Mitglieder gewonnen. Darunter sind nicht nur Mitarbeiterinnen klassischer Private-Equity-Fonds, sondern auch Vertreter von Private-Equity-Dachfonds, weiteren institutionellen Investoren und aus dem Venture-Capital-Lager.

„Wir wollen den Erfolg des britischen Mentoring-Programms in Deutschland wiederholen und auch hier mehr Frauen zu einer langfristigen Karriere in der Private-Equity-Branche ermutigen“, hofft Cinven-Chef und Level20-Mentor Bruno Schick.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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