KKR macht den Medienmanager Philipp Freise zum europäischen Co-Leiter des Private-Equity-Geschäfts.

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17.10.19
Deals

KKR befördert Philipp Freise im Private-Equity-Geschäft

Philipp Freise wird Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts von KRR. Er hatte sich zuletzt mit Deals am deutschen Medienmarkt einen Namen gemacht. Seine Beförderung steht bei KKR jedoch noch in einem größeren Kontext.

Beförderung für Philipp Freise: Der KKR-Partner wird ab sofort neuer Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts von KKR. Dieses wird er künftig gemeinsam mit dem Italiener Mattia Caprioli leiten. Beide sollen gemeinsam die Verantwortung für das Tagesgeschäft übernehmen. Sie berichten an Johannes Huth, der die KKR-Aktivitäten in Europa leitet.

KKR strukturiert Private-Equity-Führung neu

Die Positionen, die Freise und Caprioli zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben übernehmen, wurden zuvor von Johannes Huth geleitet. Im Private-Equity-Geschäft setzt KKR grundsätzlich auf eine Matrix-Struktur, in der Teams mit Sektoren- und Regionalfokus zusammenarbeiten, erklärte ein Sprecher gegenüber FINANCE.

Die neue Führungsstruktur im Private-Equity-Geschäft um das Duo Freise/Caprioli soll nun „ein Signal dafür sein, dass Private Equity bei KKR wichtig ist und wichtig bleibt“, so der Sprecher.

KKR befördert auch USA- und Asien-Manager

Die Beförderung von Freise und Caprioli, die beide seit 2001 für KKR tätig sind, finden daher auch in weiteren Regionen ihre Entsprechung: In Nord- und Südamerika werden die beiden Manager Pete Stavros und Nate Taylor zu Co-Leitern das Private-Equity-Geschäfts befördert. Hiro Hirano und Ashish Shastry verantworten künftig das Private-Equity-Geschäft in der Region Asien-Pazifik. Alle Manager übernehmen die neuen Aufgaben zusätzlich zu ihren bisherigen Verantwortungsbereichen.

Philipp Freise, der für die Anlageklasse Private Equity in Europa zuständig sein wird, bringt dabei einen klaren Tech- und Medienfokus mit: Bislang war er als Partner und Leiter des europäischen Investmentteams für Technologie, Medien und Telekommunikation tätig. Der 46-jährige Manager hat dem PE-Haus zufolge „gemeinsam mit dem EMEA-Führungsteam das starke deutsche Geschäft“ aufgebaut.

Seit 2005 ist Freise zudem für den Aufbau des Investmentteams für Technologie, Medien und Telekommunikation in Europa zuständig. In dieser Funktion hat er unter anderem die Investments in Getyourguide, GfK und Fotolia begleitet. In seiner Verantwortung liegt zudem der Aufbau des Technology-Growth-Equity-Teams, dessen Geschäftsentwicklung in Europa Freise auch überwacht.

Freise baut für KKR deutsches Medienimperium

Doch es sind vor allem zwei Mediendeals, mit denen das Team um Philipp Freise in den vergangenen Monaten besonders aufhorchen ließ: Im Sommer stieg KKR bei Axel Springer ein und sammelte bei seinem freiwilligen Übernahmeangebot mehr als 43 Prozent aller Aktien des Berliner Medienhauses ein. Für den Deal legte KKR 2,9 Milliarden Euro auf den Tisch, schon bald soll der Squeeze-out der restlichen Aktionäre erfolgen. Gemeinsam mit den noch beteiligten Springer-Familienmitgliedern kontrolliert KKR 95 Prozent an Axel Springer.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte KKR seine Medienoffensive in Deutschland gestartet und übernahm die Tele-München-Gruppe – mit dem Ziel, ein deutsches Medienunternehmen zu gründen, das von der Produktion über die Vermarktung bis hin zur Verwertung alle Leistungen aus einer Hand anbieten soll. Für das Medienunternehmen, das inzwischen Leonine getauft wurde, kaufte KKR unter Freises Regie in den zurückliegenden Monaten auch die Add-ons Universum Filmverleih, die Produktionsfirma i&u TV sowie die Filmproduktionsfirma Wiedemann & Berg.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

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