Ralf Schremper wird das neue Deutschlandbüro von Oakley leiten.

Oakley Capital

04.09.18
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Oakley Capital eröffnet Deutschlandbüro

Mit dem Kauf von Parship Elite, Verivox und der Schülerhilfe hat sich Oakley Capital einen Namen in Deutschland gemacht. Jetzt eröffnet der britische Private-Equity-Investor sein erstes deutsches Büro.

Der Londoner Private-Equity-Investor Oakley Capital eröffnet in München sein erstes Deutschlandbüro. Die bayerische Landeshauptstadt ist überhaupt der erste Standort, den der Finanzinvestor außerhalb Londons eröffnet. Insgesamt hat Oakley damit jetzt zwei Standorte. Standortleiter in München wird Oakley-Partner Ralf Schremper.

Schremper kam vor rund einem Jahr zu dem Finanzinvestor mit dem Ziel, die Aktivitäten in der DACH-Region auszubauen. Zuvor war Schremper viele Jahre bei ProSiebenSat.1 tätig, unter anderem als Vice President M&A, als CFO der Digitalsparte und zuletzt als Chief Strategy & Investment Officer. Insgesamt bringt Schremper laut Oakley über 15 Jahre Erfahrung im den Bereichen M&A und Unternehmensbeteiligungen mit.

Im Münchener Büro soll ihn ein deutschsprachiges Investment-Team unterstützen, das über Erfahrungen in den Sektoren Consumer, Bildung und TMT (Technologie, Medien und Telekommunikation) verfügt. Das Büro befindet sich aber noch im Aufbau, erklärte ein Oakley-Sprecher auf FINANCE-Anfrage. Aktuell seien in München vier Mitarbeiter beschäftigt.

Oakley machte lukrativen Exit bei Parship Elite

Aktuell verwaltet Oakley ein Vermögen von 1,6 Milliarden Euro und liegt damit im Mittelfeld der europäischen Private-Equity-Branche. Der Investor ist auf den Kauf mittelgroßer Unternehmen aus den Bereichen Consumer, Bildung und TMT spezialisiert. Kennzeichen der meisten Oakley-Investments ist, dass die Unternehmen „asset-light“ sind, also keine kapital- und anlagenintensiven Geschäftsmodelle verfolgen. Mit der Expansion nach Deutschland will Oakley die Bedeutung der DACH-Region für die eigenen Investmentaktivitäten unterstreichen, heißt es.

Tatsächlich ist Oakley auch schon aus London heraus in Deutschland aktiv gewesen. 2015 kaufte der Investor die beiden Online-Dating-Plattformen Parship und Elite Partner und legte beide zum Unternehmen Parship Elite zusammen. Nur 16 Monate später verkaufte der Investor die Mehrheit an ProSiebenSat.1 – ein lukrativer Deal, bei dem Oakley die aufs Jahr gerechnete Rendite (Internal Rate of Return: IRR) mit 150 Prozent bezifferte. Diesen Februar hat Oakley auch den Rest der Beteiligung an ProSiebenSat.1 verkauft.

Oakley ist an Schülerhilfe und Career Partner beteiligt

Ein anderes bekanntes Investment in Deutschland war der Kauf des Verbraucherportals Verivox im Jahr 2009. 2015 verkaufte Oakley für 200 Millionen Euro einen Mehrheitsanteil ebenfalls an ProSiebenSat.1, der IRR lag bei 76 Prozent. Diesen Februar übernahm der Medienkonzern auch hier noch den Minderheitsanteil der Londoner.

Aktuell ist Oakley in Deutschland an zwei Bildungsunternehmen beteiligt, der Schülerhilfe und der Career Partner Group. Die Schülerhilfe erwarb Oakley im Mai 2017 von der  Deutschen Beteiligungs AG (DBAG). Career Partner, eine Gruppe von privaten Hochschulen, kaufte Oakley Ende 2017 von der Apollo Education Group aus den USA.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

Sie wollen Ralf Schremper live erleben? Dann kommen Sie zur 15. Deutschen Investorenkonferenz (DIK) am 19. September nach Frankfurt! Schremper nimmt an einer Diskussionsrunde zum Thema "Helfen oder schaden die Innovationen aus dem Bereich Private Debt der Private-Equity-Branche?" teil. Oakley hat unter anderem den Aufbau von Parship Elite mit Hilfe eines Private-Debt-Anbieters finanziert. Infos zu Programm und Anmeldung der DIK finden Sie hier.