In gut acht Wochen ist es wieder so weit: Am 22. April 2026 öffnet der Westhafen Pier in Frankfurt erneut seine Türen für das zentrale Branchentreffen für Mid-Cap-Private-Equity in Deutschland. Die Deutsche Investorenkonferenz geht in die 23. Runde, und wir haben es uns nicht nehmen lassen, wieder ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Speakern und ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken zusammenzustellen.
Auch diesmal diskutieren Vertreter der relevantesten Midmarket-Häuser in Deutschland die drängendsten Fragen der Branche. Von Europas Reindustrialisierung über Exit-Strategien bis zum Defense-Boom: Das Programm spiegelt wider, vor welchen Transformationen Private Equity aktuell steht.
Simon Pex wirft Blick auf Europas Souveränität
Den Auftakt setzt Simon Pex, Managing Director bei Carlyle, mit seiner Keynote zur Rolle von Private Equity bei Europas Reindustrialisierung. Pex zeigt auf, wie strategische Partnerschaften und unternehmerisches Know-how den deutschen Mittelstand in dieser historischen Transformationsphase unterstützen können. Gerade in Zeiten geopolitischer Umbrüche und dem Ausbau wirtschaftlicher Souveränität kommt dem Mittelstand eine Schlüsselrolle zu, die Private Equity aktiv mitgestalten kann.
Die traditionelle Midmarket-Diskussionsrunde bringt bekannte Praktiker auf die Bühne: Isabella Eichler (Altor), Eric Blumenthal (Aurelius), Christoph Dubies (Waterland) und Hannes Rumer (Egeria) debattieren, wo sich aktuell die besten Deals machen lassen und wie Exits endlich wieder gelingen. Nach schwierigen Jahren soll 2026 besser werden – diese Runde zeigt, welche Strategien jetzt greifen.
Defense, Exits und Sanierung sind die Themen der Stunde
Besonders spannend verspricht die Defense-Session mit Generalleutnant a.D. Peter Bohrer zu werden. Der ehemalige stellvertretende Inspekteur der Streitkräftebasis der Bundeswehr und heutige Senior Advisor bei der PwC-Strategieberatung Strategy& gibt gemeinsam mit dem Strategy&-Berater Nick Reiff Einblicke, inwiefern der Ukraine-Krieg militärische Prioritäten verschoben hat. Die zentrale Frage: Wo bieten sich echte langfristige Chancen für Private Equity, und wo herrscht lediglich Goldgräberstimmung ohne strategische Substanz?

In parallelen Breakout-Sessions können Teilnehmer gezielt in Spezialthemen eintauchen. Christoph Demers (ECM) und Sascha Haggenmüller (Radial) analysieren anhand des erfolgreichen Yellowfox-Exits, was saubere Datenaufbereitung und eine überzeugende Equity Story bewirken. Parallel dazu analysieren Friederike Jawad (ACT Legal) und Sascha Haghani (Hannover Finanz), wie auch in Sanierungssituationen nachhaltige Value Creation funktionieren kann.
Jonas Steeger (Nordantech) präsentiert Daten aus mehr als 30.000 Maßnahmen zur operativen Wertsteigerung, während Alexander Jüngst und Mark Rossbroich (Heuking) die besten Tipps für die Strukturierung von Minderheitsbeteiligungen verraten. Zudem diskutieren Matthias Müller und Volker Riedel (Dr. Wieselhuber & Partner), wie Private Equity Stolpersteine in der Sanierung vermeidet.
So blicken LPs auf die Anlageklasse Private Equity

Die LP-Diskussionsrunde mit Danial Krüger (HQ Capital) und Christopher Bär (Munich Private Equity Partners) rundet das Programm ab. Zwischen Outperformance und Exit-Stau diskutieren die Limited Partners, wo sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen neue Chancen sehen.
Dedizierte Networking-Sessions bieten zusätzliche Gelegenheiten für einen wertvollen Austausch. Den Abschluss der Deutschen Investorenkonferenz bilden drei Elevator Pitches zu innovativen Ansätzen, die Private Equity weiterbringen. Diesmal treten unter anderem Jonas Harm (H&Z) und Wolfram Krauss (Konkordia) gegeneinander an.
Sind Sie auch in diesem Jahr wieder mit dabei? Die FINANCE-Redaktion freut sich auf Sie!
Olivia Harder ist Redakteurin bei FINANCE sowie Chefin vom Dienst bei FINANCE-Online und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im Private-Equity- und M&A-Geschäft. Sie hat Philosophie, Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert, wo sie auch einen Lehrauftrag innehatte. Vor FINANCE arbeitete Olivia Harder in den Redaktionen mehrerer Wochen- und Tageszeitungen, unter anderem beim Gießener Anzeiger.
