Stefan Krause

Evelozcity Inc.

Name:
Stefan Krause
Unternehmen:
Evelozcity Inc.
Ressort:
Finanzen, Steuern, Corporate Insurance, Investor Relations und Treasury
Position:
CFO der Deutschen Bank von 2008 bis 2015
Ausbildung:
Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Julius Maximilians Universität Würzburg.
Geburtstag:
22.10.1962
Familie:
Keine Angaben
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Keine Angaben

Karriere

Von 1987 bis 2008 arbeitet Krause in verschiedenen Positionen bei BMW. 1987 startet Krause seine Karriere als Referent Controlling. 1993 leitet er die Finanzen der Finanzdienstleistungsgesellschaft BMW USA und arbeitet 1995 bis 1997 als Finanzgeschäftsführer. In dieser Position ist er maßgeblich am Aufbau des BMW-Geschäfts für Leasing und Absatzfinanzierung in den USA beteiligt. 1997 wird Krause zum Geschäftsführer der Finanzdienstleistungsgesellschaft BMW USA, 1998 zum Regionalleiter Finanzdienstleistungen Nord- und Südamerikas befördert.

Zwei Jahre später wird Krause Vertriebschef für die Region Europa. 2002 wird er CFO und 2007 Vertriebs- und Marketingvorstand bei BMW. Er trägt die Konzernverantwortung für Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Finanzierung, Organisation und IT sowie Geschäftsfeldverantwortung für das Finanzierungsgeschäft und für die BMW IT-Gesellschaft Softlab.

2008 startet Krause als Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bank und wird im Oktober desselben Jahres CFO. Im November 2014 übernimmt Krause zusätzlich die Leitung des neu geschaffenen Ressorts Strategie und Organisationsentwicklung. Nach der Hauptversammlung im Mai 2015 gibt Krause das Finanzressort an Marcus Schenck ab und verlässt wenige Monate später die Deutsche Bank.

Anschließend agiert er als Senior Advisor des Private-Equity-Investors Warburg Pincus. Von März bis Oktober 2017 ist Krause später CFO des Elektroauto-Entwicklers Faraday, den er im Streit verlässt. Im Januar 2018 übernimmt Krause den Chef-Posten bei dem Elektroautobauer Evelozcity mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien.

Karriere-Highlights:

1)    Aufbau der Finanzdienstleistungssparte in den USA und Gründung der BMW Bank in Nordamerika

2)    Übernahme der Postbank 2010 (Gesamtaufwand 5,9 Milliarden Euro) mit mehreren strategischen Zielen: Reduktion der Abhängigkeit vom Investmentbanking, Beschaffung einer stabilen Refinanzierungsquelle, Erwerb von 14 Millionen Kunden, 1.100 Filialen und einem Kundengeschäftsvolumen von 185 Milliarden Euro.

3)    Übernahme von Sal. Oppenheim und BHF-Bank

4)    Kapitalerhöhung über 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2010 und von 3 Milliarden Euro im Jahr 2013

MEHR zur Person

Stefan Krause, Deutsche Bank: Ein BMW-Gewächs in Frankfurt

21 Jahre lang arbeitet sich Stefan Krause durch die Ränge beim Autohersteller BMW. Als er seinen CFO-Posten verliert, wagt er einen ungewöhnlichen Schritt: Als erster Nicht-Banker zieht er als CFO in die Konzernspitze der Deutschen Bank ein.

Eigentlich ist Stefan Krause ein BMW-Gewächs. Nach seinem Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg arbeitet sich der heutige Finanzvorstand der Deutschen Bank die ersten 21 Jahre seiner Karriere durch die Finanzränge des bayerischen Autobauers. Dabei bleibt der 1962 geborene nicht lange in München, wo er seine Laufbahn 1987 als Referent Controlling startet. Nach sechs Jahren zieht es ihn in die USA, wo er 1993 die Finanzleitung der amerikanischen Finanzdienstleistungsgesellschaft übernimmt und anschließend maßgeblich am Aufbau der dortigen BMW-Bank und des amerikanischen BMW-Geschäfts für Leasing und Absatzfinanzierung beteiligt ist. Fast zehn Jahre bleibt er, bevor er im Jahr 2000 nach Europa zurückkommt.

Nach der Auslandserfahrung fügt Krause seinem Lebenslauf hier wichtige Einblicke außerhalb der Finanzabteilung zu. Im Jahr 2000 zum Vertriebschef für Europa ernannt, wird er im Jahr 2002 zum CFO von BMW und fünf Jahre später zum Vertriebs- und Marketingvorstand. Zudem übernimmt er die Geschäftsfeldverantwortung für das Finanzierungsgeschäft und für die BMW IT-Gesellschaft Softlab.

Im Oktober 2008 wird Krause schließlich von der Deutschen Bank als Finanzvorstand abgeworben. Der Wechsel gilt als ungewöhnlich. Seine Ernennung bei der Deutschen Bank ist das erste Mal, dass ein Nicht-Banker auf einer der höchsten Finanzposten bei Deutschlands wichtigster Bank wechselt.

Seitdem leistet Krause bei der Deutschen Bank Einiges. Er spielt eine entscheidende Rolle bei den Übernahmen der Postbank und des Vermögensverwalters Sal. Oppenheim im Jahr 2010 und ist maßgeblich an den zwei Kapitalerhöhungen der Deutschen Bank in den Jahren 2010 und 2013 beteiligt, die der Bank ein nach Basel-III-Kriterien komfortables Kapitalkissen verschaffen.

steven.arons[at]finance-magazin.de