Mit Ausbruch der Corona-Pandemie hatten viele Konzerne IT-Großprojekte erst einmal auf Eis gelegt – die Prioritäten lagen anderswo. Doch nicht so der Energieversorger EnBW. Er steckt seit 2018 in einem Großprojekt: Die Umstellung auf SAP S/4 Hana steht an. Der IT-Anbieter SAP stellt von 2027 an auf neue Systeme um, die Implementierung können Unternehmen seit fünf Jahren angehen. Dennoch halten sich viele Konzerne bisher zurück. Die Umstellung ist aufwendig, komplex und teuer. Für EnBW ist der Wechsel dennoch unausweichlich.
„Aktuell sind im EnBW–Konzern mehrere ERP-Systeme im Einsatz, die teils über 20 Jahre gewachsen und nicht harmonisiert sind. Das alte System wird von SAP nicht mehr weiterentwickelt und langfristig nicht unterstützt“, erklärt Sascha Enderle, Leiter Digital Finance & Transformation bei EnBW. Die Folgen für den Energiekonzern: „Früher oder später müssten wir ohnehin auf ein neues System umstellen, allein schon, um wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben.“ Der Systemwechsel soll die Komplexität der aktuellen Landschaft mit verschiedenen ERP-Lösungen reduzieren, sagt Enderle.
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