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Vitesco-Technologies-CFO Werner Volz: „Haben einen Triathlon absolviert“

CFO Werner Volz steht kurz davor, Vitesco Technologies an die Börse zu bringen.
CFO Werner Volz steht kurz davor, Vitesco Technologies an die Börse zu bringen. (Foto: Vitesco Technologies)

Herr Volz, bereits 2018 hatte Continental verkündet, die Powertrain-Sparte – heute Vitesco Technologies – organisatorisch zu verselbständigen. Sie wurden im Oktober 2018 zum CFO berufen, der Carve-out war Anfang 2019 schon abgeschlossen. Das klingt nach einem sportlichen Zeitplan.
Das war es auch. Allerdings war damals noch ein Teil-IPO vorgesehen. Dabei hätten wir bestimmte Prozesse weiterhin über den Hauptkonzern laufen lassen können. Weil das Marktumfeld schwierig war, wurden die Pläne dann im Frühjahr 2019 verschoben, und es fiel die Entscheidung, für 2020 einen kompletten Spin-off mit einer vollständigen Entkopplung von Organisation, Prozessen und Daten anzugehen.

Wie haben Sie die Verschiebung damals aufgenommen?
Im Nachhinein betrachtet hatte sie ihr Gutes: Ein Teil-IPO bringt keine komplette Trennung vom Mutterkonzern, so dass Zielkonflikte an manchen Stellen nahezu vorprogrammiert sind. Beim Spin-off können wir eine komplette Trennung vornehmen und dadurch voll auf unsere eigene Strategie setzen: die Elektrifizierung der Antriebstechnik in den Fokus zu rücken.

3 Milliarden Euro

des Umsatzes entfallen bei Vitesco Technologies derzeit auf „Non-Core Technologies“.

Für Vitesco Technologies bedeutet das einen radikalen Umbau. 2020 entfielen von den 8 Milliarden Euro Umsatz noch etwa 3 Milliarden Euro auf künftige „Non-Core Technologies“. Was wird aus diesen?
Unsere Strategie zielt voll auf die Elektrifizierung. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass wir sukzessive aus Verbrennungstechnologien ohne langfristige Wachstumsmöglichkeiten aussteigen werden. Wir rechnen damit, dass in den kommenden zehn Jahren diese Technologien im Umsatzvolumen von insgesamt rund 2 Milliarden Euro schrittweise auslaufen werden. Inklusive der bilateralen Vertragsfertigung für Continental sprechen wir über 3 Milliarden Euro, die mittel- bis langfristig aus den Umsatzbüchern verschwinden und die wir durch Wachstum in der Elektrifizierung auffangen wollen.

Was kostet Sie diese Neuausrichtung?
Mehr als 400 Millionen Euro haben wir an Restrukturierungsmaßnahmen schon bilanziell verbucht. Damit sind wir vermutlich noch nicht komplett am Ende, aber der größte Teil dürfte verarbeitet sein. Derzeit sehen wir im Bereich elektrischer Antriebstechnologien jährlich 30- bis 40-prozentige Wachstumsraten. Die Elektrifizierung findet schneller statt als erhofft.

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