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15-Millionen-Finanzspritze für Fintech Compeon

Compeon sammelt 15 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde ein. Unter der neuen Investoren ist auch eine deutsche Förderbank.
NicoElNino - stock.adobe.com

Das Finanzierungsportal Compeon bekommt eine Finanzspritze über 15 Millionen Euro. Wie das Fintech heute bekanntgab, beteiligen sich an der Series-C-Finanzierung drei neue Investoren. Neu dabei sind die europäische Venture-Capital-Gesellschaft Iris Capital, die Landesförderbank NRW-Bank sowie die Qatar Development Bank. Zusätzlich haben sich auch alle bestehenden Investoren, zu denen Tengelmann, B-To-V Partners und Dieter von Holtzbrinck Ventures gehören, an der Runde beteiligt. Einschließlich der neuen Runde konnte Compeo in den vergangenen vier Jahren rund 35 Millionen Euro einsammeln.

Die Plattform für Mittelstandsfinanzierung, die Kredite, Darlehen und Leasing sowie Factoring und andere alternative Finanzierungen vermittelt, will das frische Geld „weiter in Wachstum investieren und die Marktführerschaft konsequent ausbauen“, sagt Frank Wüller, Mitgründer und Geschäftsführer.

Auf Anfrage von FINANCE konkretisiert ein Compeon-Sprecher: „Der Fokus liegt weiterhin auf der Weiterentwicklung unserer digitalen Plattform und der weiteren Optimierung der damit verbundenen Prozesse – insbesondere an der Schnittstelle zu unseren Partnern. Wir werden diesen Bereich ausbauen und weiter an schnellen, passgenauen Finanzierungslösungen für den Mittelstand arbeiten.“

Iris Capital, QDB und NRW-Bank sind Investoren

Kern der Fintech-Strategie: Compeon hofft, von Netzwerk und Expertise der neuen Investoren profitieren zu können: Iris Capital und Qatar Development Bank „sind international gut vernetzt und erfahren“, betont Compeon. Das könnte neue geschäftliche Entwicklungen und Kooperationen mit sich bringen. Wie genau diese aussehen könnten, konkretisiert Compeon nicht.

Auch der Zeitpunkt für den Einstieg der NRW-Bank kommt gelegen. Die Pandemie hat den Bedarf an Fördermitteln im Mittelstand deutlich verstärkt. Laut den Düsseldorfern waren Fördermittel für KMUs aber auch schon vor dem Coronavirus „eine wichtige Finanzierungssäule“. Compeon möchte daher den Zugang zu Fördermitteln auf der eigenen Plattform vereinfachen und ausbauen. Der Wettbewerber FinMatch hat mit dem Ausbau dieses Geschäftsfelds im vergangenen Jahr erkennbar reüssiert.

Compeon vermittelte 1,4 Milliarden Euro

Nach aktuellem Stand bieten rund 300 Banken, Sparkassen und andere Finanzdienstleister Finanzierungslösungen über die Plattform an, die sich an alle Größenklassen aus dem Mittelstand richtet. Den Düsseldorfern zufolge liegt das über die Plattform vermittelte Finanzierungsvolumen bei mehr als 1,4 Milliarden Euro.

Doch auch die Coronakrise hinterlässt Spuren bei dem 2015 gegründeten Unternehmen. Gegenüber dem Onlineportal „finanzszene.de“ räumte CEO Wüller ein, dass das vermittelte Volumen 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Die Anzahl der Vermittlungen sei allerdings gestiegen. Den Volumenrückgang begründete er gegenüber dem Nachrichtenportal damit, dass einige Finanzierungsmaßnahmen durch Corona verschoben oder pausiert wurden und stattdessen die Nachfrage nach Liquiditätshilfen höher war.

NRW-Bank kooperiert mit Finmatch

Die NRW-Bank hat gerade erst auch nach einem anderen Finanzierungs-Fintech die Fühler ausgestreckt. Wie gestern bekannt wurde, kooperiert die Förderbank auch mit Finmatch. Diese Plattform zielt anders als Compeon eher auf den gehobenen Mittelstand ab. Nun werden die Angebote der Förderbank in die FinMatch-Plattform integriert.

Mit Compeon arbeitet die Förderbank schon seit 2016 im Vertrieb von Förderprodukten zusammen. Die Bank verfolgt seitdem eine Digitalisierungsstrategie, im Rahmen derer sie ihre Zusammenarbeit mit Fintechs ausbaut.

sarah.backhaus[at]fiannce-magazin.de

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Welche Pläne die Fintechs hierzulande haben, beleuchtet unsere Themenseite Fintech-Strategien.

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Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat Journalismus an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln studiert. Sarah Backhaus arbeitete während ihres Studiums unter anderem für Onlinemagazine von Gruner + Jahr und schrieb als freie Journalisten für die Handelszeitung, faz.net und Impulse.

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