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Eterna: Sparmaßnahmen zeigen Wirkung

Hemdenhersteller Eterna befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Eterna

Nach der umfassenden Neustrukturierung seiner Finanzstruktur und der Einleitung einiger operativer Sparmaßnahmen 2013 legt der Hemdenhersteller Eterna für die ersten drei Monate 2014 bessere Zahlen vor. Die Umsatzerlöse sind bislang zwar leicht rückläufig, jedoch erwartet Eterna nun wie andere Modehersteller nach einem schwierigen Jahr 2013 ein besseres Jahr 2014.

Eternas Ebitda erhöhte sich im ersten Quartal des Jahres um 1,7 Prozent auf 3,6 Millionen Euro. Nach Steuern erzielte Eterna indes ein deutlich negatives Nachsteuerergebnis, bedingt durch eine hohe Abschreibung auf den Firmenwert. Allerdings sank auch die Nettoverschuldung im ersten Quartal 2014 um 2,4 Millionen Euro gegenüber Ende 2013 durch den Rückkauf der Anleihe in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Dieser wird in Zukunft auch die Zinslast senken. "Das werte ich als starkes Signal für die Trendwende, die wir eingeleitet haben", sagte Eterna-Chef Henning Gerbaulet im Interview mit FINANCE-TV.

Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 22 Prozent. Noch immer ist Eterna als Ergebnis des LBOs von 2006 hoch verschuldet. Die liquiden Mittel erhöhten sich aber um mehr als das Doppelte auf 4,7 Millionen Euro. Auch der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit legte auf Basis einer besseren Ergebnisperformance zu.

Eterna senkt Verschuldung

Noch im Juni 2013 stand Eterna mit dem Rücken zur Wand. Damals war der Private-Equity-Investor Quadriga mit seinem Gesellschafterdarlehen in den Nachrang getreten, so dass es Eterna im selbigen Monat gelang, seine Mittelstandsanleihe von 20 auf 55 Millionen Euro aufzustocken. Mit diesem Geld wurden dann, angeführt vom damals neuen CEO Henning Gerbaulet, umfassende Strukturreformen durchgeführt. So wurde laut Gerbaulet unter anderem das Working Capital Management verbessert.

Die Reformen scheinen nun zu greifen. Die Lagerbestände wurden leicht abgebaut, der Materialaufwand gesenkt. Auch die Modernisierung der Frühjahrskollektion und die Vertikalisierung der Wertschöpfungskette helfen dem Passauer Unternehmen nun. Gerbaulet erwartet für 2014 eine Umsatzsteigerung im Retail im zweistelligen Bereich. Zuletzt sanken allerdings die Durchschschnittspreise der verkauften Hemden ab, was man als ein Indiz für viele Sonderpreisaktionen werten kann.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

Info

Mehr Zahlen, Hintergründe und Einschätzungen finden Sie auf unserer Themenseite zu Eterna.

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Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.

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