Neue Fördergelder für Salzgitter
Salzgitter erhält für sein Projekt Salcos weitere 332 Millionen Euro an staatlichen Fördergeldern. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am vergangenen Montag mit, nachdem zuvor die EU-Kommission die ergänzenden Mittel genehmigt hatte. Ursprünglich wurde im Oktober 2022 bereits eine Beihilfe von 1 Milliarde Euro für das Projekt genehmigt, die jedoch die Finanzierungslücke nicht vollständig abdeckte. Die nun bewilligte Aufstockung soll die planmäßige Umsetzung des Projekts sichern.
Salcos zielt darauf ab, die bislang besonders klimaschädliche Produktion mit Kohlehochöfen schrittweise durch grüne Verfahren zur Stahlproduktion zu ersetzen. Dabei sollen Elektrolichtbogenöfen, Strom aus erneuerbaren Energien und perspektivisch Wasserstoff zum Einsatz kommen. Der benötigte Wasserstoff wird unter anderem durch einen eigens errichteten Elektrolyseur bereitgestellt. Die Finanzierung des Projekts erfolgt zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land Niedersachsen.
Axpo platziert Schuldschein über 150 Millionen Euro
Der Schweizer Stromkonzern Axpo hat einen neuen Schuldschein in Höhe von 150 Millionen Euro begeben, der aufgrund der starken Nachfrage internationaler Banken deutlich überzeichnet war. Ursprünglich war die Transaktion mit 100 Millionen Euro geplant. Die Platzierung erfolgte in zwei Tranchen mit Laufzeiten von bis zu sieben Jahren. Mehr als 20 internationale Investoren beteiligten sich an der Transaktion. Der Erlös wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, darunter Investitionen in neue und bestehende Energieanlagen und -einrichtungen.
Harald Gauck, CFO der Axpo Gruppe, betonte in einer Pressemitteilung zur Transaktion das anhaltende Vertrauen des Marktes in das Kreditprofil des Unternehmens. Die Erlöse sollen strategisch eingesetzt werden, um Wachstumsinvestitionen zu finanzieren und eine robuste Kapitalstruktur zu erhalten. Die Transaktion folgt auf die Emission eines Schuldscheins in Höhe von 600 Millionen Euro im Jahr 2022.
Rüstungskonzern Gabler geht an die Börse
Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler hat Details zu seinem geplanten Börsengang mitgeteilt. Das Unternehmen aus Lübeck plant, Aktien in einer Preisspanne von 37 bis 47 Euro anzubieten. Die Papiere können seit dem 25. Februar gezeichnet werden, gab Gabler bekannt. Der erste Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 9. März 2026 vorgesehen.
Bei dem Börsengang sollen bis zu 1,05 Millionen neue Aktien sowie bis zu 1,575 Millionen bestehende Aktien des bisherigen Eigentümers Possehl Mittelstandsbeteiligungen angeboten werden, die nach dem Börsengang weiter eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft halten will. Hinzu kommen bis zu 393.750 Aktien im Rahmen einer möglichen Mehrzuteilungsoption. Damit soll das Angebotsvolumen bei rund 112 Millionen bis 142 Millionen Euro liegen. Die angestrebte Marktkapitalisierung würde sich in der Mitte der Spanne auf etwa 254 Millionen Euro belaufen. Aus der Kapitalerhöhung wird ein Nettoerlös von rund 41 Millionen Euro erwartet.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Jost Werke hat das Grundkapital um 1,49 Millionen Euro auf 16,39 Millionen Euro erhöht. Dafür wurden 1.490.000 neuen Aktien wurden im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren zu 62,13 Euro je Papier bei institutionellen Investoren platziert. Das ergab einen Bruttoerlös von rund 93 Millionen Euro. Der Nettoerlös soll die finanzielle Flexibilität für Akquisitionen im Rahmen der Strategie „Ambition 2030“ des Unternehmens erhöhen. White & Case hat Jost Werke bei der Kapitalerhöhung beraten.
Das Münchener Drohnen-Start-up Tytan Technologies hat von Investoren 30 Millionen Euro erhalten. Bislang hatte das Rüstungsunternehmen spezielle Abwehrdrohnen gebaut. Nun wollen die Münchener weitere Luftabwehrprodukte herstellen und ihre bisherige Produktion ausweiten. Die Finanzierungsrunde wurde von Armira und dem Nato Innovation Fund angeführt. Außerdem beteiligten sich die bestehenden Investoren Visionaries Club, OTB Ventures, Lakestar, Magnetic, D3 und 10x Group.
Das Münsteraner Start-up Flexoo hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 11 Millionen Euro eingesammelt. Zu den Lead-Investoren gehören E-Capital und Aumovio. Flexoo ermöglicht Physical AI. Die Plattformtechnologie des Unternehmens kombiniert demnach ultradünne, frei formbare Sensoren mit Echtzeit-Edge-AI und schafft damit die Hardware-Datenbasis, die beispielsweise in der Batterie- und Automobilindustrie benötigt werden. Mit dem frischen Kapital sollen das Geschäft mit internationalen Kunden und die Plattform ausgebaut werden. Flick Gocke Schaumburg hat Flexoo bei der Finanzierungsrunde rechtlich beraten.
Secfix, ein Cybersecurity-Start-up aus München, hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 12 Millionen US-Dollar (rund 10 Millionen Euro) abschlossen. Angeführt wurde die Runde von Alstin Capital, beteiligt sind zudem Bayern Kapital sowie Neosfer, der Frühphaseninvestor der Commerzbank-Gruppe.
Rating-Meldungen
S&P hat die Flughafen Zürich AG von „A+“ auf „AA–“ heraufgestuft. Der Ausblick wurde von positiv auf stabil geändert.
Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.
