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Start-up Staffbase steigt zum Einhorn auf

Die Gründer haben gut lachen: Ihr Chemnitzer Start-up Staffbase ist jetzt über 1 Milliarde Euro wert.
Die Gründer haben gut lachen: Ihr Chemnitzer Start-up Staffbase ist jetzt über 1 Milliarde Euro wert. Foto: Staffbase

Der Kreis der deutschen „Einhörner“, also der Start-ups, die mit mehr als 1 Milliarde Euro bewertet werden, wächst um ein neues Mitglied: Das Chemnitzer Software-Unternehmen Staffbase hat in einer Series-E-Finanzierungsrunde 106 Millionen Euro von Investoren erhalten und knackt damit die Bewertungsmarke von 1 Milliarde Euro.

VC-Investor General Atlantic investierte kräftig in Staffbase

Das Start-up wurde schon seit vergangenem Jahr als heißer Kandidat für eine Einhorn-Bewertung gehandelt, durch die Series E ist dieser Schritt nun gelungen. Angeführt hatte die Runde der Bestandsinvestor General Atlantic, weiterer Geldgeber war der Investor Insight Partners, der sich auch schon in der Vergangenheit am Unternehmen beteiligt hatte. Der VC-Investor General Atlantic hatte bereits in der vorherigen Finanzierungsrunde von Staffbase im März 2021 viel Kapital in das Start-up fließen lassen. Damals kamen insgesamt 122 Millionen Euro zusammen, 100 Millionen Euro stammten von General Atlantic.

Staffbase bietet eine digitale Plattform und eine App zur Mitarbeiterkommunikation an. Das Produkt des Start-ups zielt dabei wie die großen Vertreter der Branche Microsoft Teams oder Slack auf die interne Unternehmenskommunikation ab. Der Unterschied zu den Branchengrößen besteht darin, dass Staffbase seine Software an das Unternehmensdesign des jeweiligen Kunden anpasst. Nach Unternehmensangaben hat das Chemnitzer Start-up seinen Umsatz im Jahr 2021 mehr als verdoppelt und die Mitarbeiterzahl auf mehr als 600 gesteigert.

Achim Berg, Operating Partner bei General Atlantic, kommentierte die Finanzierung wie folgt: „Das außergewöhnliche Wachstum von Staffbase zeigt, dass das Unternehmen mit seiner Mission einen Nerv der globalen Wirtschaft getroffen hat: Überall gibt es das starke Bedürfnis nach einer engeren Einbindung der Belegschaft in die Unternehmensziele. Kommunikation und Engagement werden wichtiger denn jemals zuvor.“

Staffbase ist das erste Unicorn aus den neuen Bundesländern

Mit der Bewertung von über 1 Milliarde Euro steigt Staffbase nun in einen sehr exklusiven Kreis an Jungunternehmen auf. In Deutschland gibt es laut dem US-Finanzdaten-Dienstleister CB Insights 25 Einhörner (Staffbase ist Nummer 26), zu den wertvollsten Unicorns zählen das Datenanalye-Start-up Celonis, das Fintech N26 und der HR-Softwareanbieter Personio. Ein Novum dabei: Das Start-up wurde in Chemnitz gegründet, laut CB Insights ist Staffbase damit der erste Vertreter aus Ostdeutschland – Berlin selbstverständlich ausgenommen –, der die Bewertung von 1 Milliarde Euro geknackt hat.

paul.siethoff[at]finance-magazin.de

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Paul Siethoff ist Redakteur bei Finance und schreibt über verschiedene CFO- und Corporate-Finance-Themen. Er hat Kommunikationswissenschaften und Journalismus in Erfurt und in Mainz studiert. Vor seiner Zeit bei FINANCE schrieb Paul Siethoff frei für die Frankfurter Rundschau über Wirtschafts- und Politikthemen.

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