Referenzzinssätze sind in den vergangenen Monaten immer wieder in den negativen Bereich gerutscht.

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05.03.15
Finanzierungen

Euribor-Untergrenze für Kredite

Referenzzinssätze sind in den vergangenen Monaten immer wieder in den negativen Bereich gerutscht. Was bedeutet die Entwicklung für variable Finanzierungen? Banken haben sich auf einen neuen Standard geeinigt, der aus Unternehmenssicht fragwürdig sein kann.

Negativzinsen – gemeinhin als Strafzinsen bezeichnet – treffen immer mehr deutsche Unternehmen und Konzerne, insbesondere wenn sie größere Geldbestände anlegen wollen. Weniger thematisiert wurde bisher die Frage in der öffentlichen Diskussion, was passiert, wenn Referenzzinssätz für Kredite in den negativen Bereich rutschen. Das war immer wieder beim Libor, Eonia oder dem Euribor der Fall – besonders in der Schweiz.

Inzwischen verlangen viele Banken einen Euribor-Floor, mit anderen Worten: Es kann nie zu einem Negativzins kommen, die Bank zahlt nicht drauf. „Die sogenannte Floor-Klausel, das heißt Euribor größer gleich null, ist seit einigen Monaten Standard in syndizierten Kreditverträgen“, erklärt Thomas Haas, Global Head of Loan Syndication bei der BayernLB. Die Loan Market Association (LMA) habe entsprechende Formulierungen entwickelt.

Wie andere Banken den Sachverhalt sehen, das lesen Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

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