Der Automobilkonzern Daimler hat sich ein finanzielles Polster verschafft.

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30.07.18
Finanzierungen

Finanzierungen: Daimler, Giesecke + Devrient, HSE 24

Daimler verschafft sich einen milliardenschweren finanziellen Puffer, Giesecke + Devrient platziert seinen ersten Schuldschein und der Shopping-Sender HSE 24 soll offenbar an die Börse gehen – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Daimler schließt Kreditlinie über 11 Milliarden Euro ab

Der Autobauer Daimler hat mit einem internationalen Bankenkonsortium eine syndizierte Kreditlinie über 11 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verfügt über zwei Verlängerungsoptionen.  Sie löst die bestehende syndizierte Kreditlinie über 9 Milliarden Euro vorzeitig ab. Aufgrund des günstigen Marktumfeldes sei sie zu deutlich besseren Konditionen abgeschlossen worden und deutlich überzeichnet gewesen, teilte Daimler mit. Der Autokonzern will die neue Kreditlinie nicht in Anspruch nehmen. Sie soll allein die finanzielle Flexibilität sicherstellen.

Giesecke + Devrient platziert ersten Schuldschein

Der Sicherheitstechnologiekonzern Giesecke + Devrient hat erstmals einen Schuldschein platziert. Das Volumen der Transaktion belief sich auf 200 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das ursprünglich angestrebte Volumen eigenen Angaben zufolge um mehr als das Doppelte übertroffen. Die Schuldschein-Tranchen laufenzwischen fünf und zehn Jahren. Den Erlös will Giesecke + Devrient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie zur Unterstützung des Wachstums verwenden. Die Transaktion wurde von der BayernLB und der DZ Bank begleitet. Giesecke + Devrient wurde zudem von der Kanzlei Gibson, Dunn & Crutcher (Federführung: Sebastian Schoon) beraten.

HSE 24 bereitet sich auf IPO vor

Der Homeshopping-Sender HSE 24 soll 2019 offenbar an die Börse gehen. Einem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge will der Mehrheitseigner Providence im kommenden Jahr den IPO wagen. Demnach strebt der US-Finanzinvestor für die Münchener eine Bewertung von mindestens 1,75 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) an. Providence versucht schon seit Längerem HSE 24 zu verkaufen. Der US-Investor hatte 2012 die Mehrheit an dem Shopping-Sender vom französischen Finanzinvestor Ardian übernommen.

Weitere Meldungen

Die Hartmann-Gruppe, ein Produzent von Medizin- und Pflegeprodukten, hat einen Konsortialkredit über 250 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen wurde dabei von Linklaters beraten.

Der Mittelstandsfinanzierer Creditshelf hat den Sprung an die Börse geschafft. Die Erstnotierung im Prime Standard fand am 25. Juli statt. Der erste Kurs des Fintechs wurde bei 80 Euro festgestellt.

FCR Immobilien, ein auf Einkaufs- und Fachmarktzentren spezialisierter Investor, hat eine Kapitalerhöhung um 71.437 neue Aktien zu einem Preis von 14 Euro je Aktie durchgeführt. Der Streubesitz beträgt nun 20,5 Prozent. Das Eigenkapital des Unternehmens erhöht sich dadurch um 1 Millionen Euro.

Der Verpackungsspezialist Janoschka-Gruppe hat seine Unternehmensfinanzierung neu strukturiert und erweitert. Ein Konsortium bestehend aus der IKB, der Nord/LB, der Baden-Württembergischen Bank und der Sparkasse Offenburg/Ortenau hat dem Unternehmen insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die teilweise aus Mitteln der KfW refinanziert werden. Das Geld soll für den laufenden Betriebsmittelbedarf und für weitere Investitionen verwendet werden. Janoschka wurde bei der Transaktion von Heuking Kühn Lüer Wojtek (Federführung: Günther M. Bredow) beraten.

Der an der Schweizer Börse notierte Logistikdienstleister Ceva Logistics bietet über seine Tochter Ceva Logistics Finance eine besicherte Anleihe über 300 Millionen Euro in einer Privatplatzierung an. Der Bond hat eine Laufzeit bis 2025.

Ratingmeldungen

Scope hat das Rating des Elektronikhändlers Ceconomy bei stabilem Ausblick mit BBB- bestätigt. Die Ratingagentur begründet dies mit einem stabilen Industrierisikoprofil, einer konservativen Finanzpolitik und Ceconomys führender Position auf dem europäischen Elektronikmarkt.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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