Finanzierungen: Halloren, Rickmers, Hapag Lloyd

Halloren

24.11.14
Finanzierungen

Finanzierungen: Halloren, Rickmers, Hapag Lloyd

Die Schokoladenfabrik Halloren platziert ein Schuldscheindarlehen. Der Schifffahrtskonzern Rickmers muss eine Ratingherabstufung von Creditreform hinnehmen und Hapag Lloyd emittiert eine Anleihe über 250 Millionen Euro. Diese und weitere Neuigkeiten aus der Welt der Unternehmensfinanzierung erwarten Sie im wöchentlichen FINANCE-Ticker.

Halloren platziert Schuldschein

Die Halloren Schokoladenfabrik hat ein Schuldscheindarlehen über 23,5 Millionen Euro platziert. Institutionellen Investoren aus Landesbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland und Österreich haben das Papier gezeichnet. Der Schuldschein besteht aus einer dreijährigen und einer fünfjährigen Tranche die beide variabel verzinst werden.

Durch das Schuldscheindarlehen will Halloren die 2009 und 2012 begebenen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro vollständig ablösen. Außerdem verbessert die Schokoladenfabrik eigenen Angaben zufolge ihre Finanzstruktur. Im Jahr 2013 lagen der Umsatz von Halloren bei 118 Millionen Euro und das Ebitda bei 8,1 Millionen Euro. Die equinet Bank hat die Emission als Sole Lead Arranger begleitet.

Ratingherabstufung für Rickmers

Die Ratingagentur Creditreform stufte die Bonität des Schifffahrtsunternehmens Rickmers von B auf CCC herab. Anfang Mai dieses Jahres hatte das Rating von Rickmers noch bei BB gelegen. Die Ratingagentur begründet die Herabstufung der Bonitätsnote damit, dass die Refinanzierung von in 2015 und 2016 fällig werdenden Bankdarlehensteilen noch offen steht. Außerdem entwickelten sich der Markt und das Ergebnis von Rickmers nur verhalten.

Nach Angaben des Unternehmens haben Gespräche mit den entsprechenden Banken begonnen. Erst vergangene Woche hatte Rickmers eine 2013 begebene Anleihe um 25 Millionen auf insgesamt 275 Millionen Euro aufgestockt. Das ist die zweite und wohl letzte Aufstockung dieser Anleihe durch den Schiffskonzern. Den zusätzlichen Anleiheerlös will Rickmers zusammen mit weiterer vorgehaltener Liquidität an die Banken überführen, um Bankdarlehensanteile vorzeitig zu tilgen.

Hapag Lloyd begibt Anleihe über 250 Millionen Euro

Hapag-Lloyd hat eine Anleihe über 250 Millionen Euro bei institutionellen Investoren platziert. Das Papier mit fünfjähriger Laufzeit hat einen Kupon von 7,5 Prozent. Der Ausgabekurs lag bei 100 Prozent. Mit dem Erlös der Emission will Hapag Lloyd die 2015 fällig werdenden Euro-Anleihen vorzeitig rückführen. Bei der Transaktion waren die Deutsche Bank und Berenberg Konsortialführer. Außerdem haben Citigroup, HSBC und UniCredit die Emission begleitet. HSH Nordbank und MM. Warburg & Co waren Co-Manager.

Weitere Finanzierungen

Der Chemiekonzern BASF hat eine Anleihe mit dreijähriger Laufzeit über 250 Millionen britische Pfund begeben. Der Bond hat einen Kupon von 1,375 Prozent. Royal Bank of Canada, Deutsche Bank und Santander haben die Transaktion begleitet.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat eine Anleihe über 300 Millionen US-Dollar emittiert. Das Papier wird mit 2 Prozent verzinst und läuft fünf Jahre. Bookrunner bei der Emission waren Royal Bank of Canada, Credit Suisse, Toronto Dominion und UBS.

Das IT-Leasing-Unternehmen Grenkeleasing hat eine Anleihe mit einem Volumen von 125 Millionen Euro begeben. Der Bond mit einer Laufzeit bis Mai 2019 wird mit 1,5 Prozent verzinst. DZ Bank, HSBC und BayernLB waren Bookrunner bei der Transaktion. Das mittelständische Unternehmen setzt bei der Finanzierung verstärkt auf den Kapitalmarkt, erklärte CFO Jörg Eicker gegenüber FINANCE.

Der Automobilzulieferer Hella hat den kürzlich angekündigten IPO abgeschlossen. Die Greenshoe-Option wurde vollständig ausgeübt. Sie umfasste 750.000 Aktien, die die abgebenden Familiengesellschafter den Banken für Mehrzuteilungen zur Verfügung gestellt hatten. Durch die volle Ausschöpfung der Greenshoe-Option erhalten die abgebenden Familiengesellschafter weitere 20 Millionen Euro. Damit steigt der gesamte Erlös des Börsengangs mit der Platzierung von rund 16,8 Millionen Aktien auf 430 Millionen Euro. Der Streubesitz liegt bei etwa 15 Prozent.

Der Internethändler für Haustierbedarf Zooplus hat mit einer Kapitalerhöhung 37,5 Millionen Euro eingesammelt. Die neuen Aktien wurden zu einem Preis von je 61,50 Euro in einem beschleunigten Platzierungsverfahren von internationalen institutionellen Investoren gezeichnet. Die Deutsche Bank fungierte als Sole Bookrunner bei der Transaktion. Mit dem Erlös will Zooplus das geplante starke Wachstum finanzieren.

Die Immobiliengesellschaft Grand City Properties hat beschlossen das Recht zur Einziehung einer Serie B Anleihe auszuüben. Das Papier mit einer Laufzeit bis 2020 und einem Kupon von 6,25 Prozent wurde mit einem Volumen von 350 Millionen Euro begeben. Es stehen noch Anleihen im Wert von etwa 18 Millionen Euro aus.

Der schweizerische Anbieter von digitalen Zahlungsverkehrslösungen Sandpiper Digital Payments hat eine Kapitalerhöhung über 12 Millionen Schweizer Franken (etwa 10 Millionen Euro) vollzogen. Das Unternehmen hat etwa 48 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 0,25 Schweizer Franken (rund 0,21 Euro) pro Aktie platziert. Ursprünglich hatte Sandpiper Digital Payments ein Volumen von 10 Millionen Schweizer Franken (etwa 8,3 Millionen Euro) angestrebt.

Das Medizintechnikunternehmen MagForce hat mit einer Kapitalerhöhung 10,2 Millionen Euro eingenommen. Das auf Onkologie fokussierte Unternehmen emittierte 1,7 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 6 Euro. Die Papiere wurden von institutionellen Investoren gezeichnet.

Ratingmeldungen

Moody’s verbessert das Rating von Wepa Hygieneprodukte um ein Notch auf Ba3 und das Kreditrating auf Ba3-PD. Auch die Note der Anleihe mit Laufzeit bis 2020 verbessert sich auf B1. Den Ausblick bei allen Ratings setzte die Ratingagentur von positiv auf stabil.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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