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Berater-News: Erste Bank, FTI Consulting, Aon

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Die Erste Group Bank in Wien holt Daniel Rath als neuen Firmenkundenvorstand. Foto: Erste Group Bank - Daniel Hinterramskogler
Die Erste Group Bank in Wien holt Daniel Rath als neuen Firmenkundenvorstand. Foto: Erste Group Bank - Daniel Hinterramskogler

Erste Bank bestimmt neuen Leiter für Firmenkundengeschäft

Der Aufsichtsrat der Erste Bank Österreich hat Daniel Rath als neuen Vorstand für das Unternehmenskundengeschäft bestellt. Er leitet den Bereich voraussichtlich ab Mitte 2026, wenn die zuständigen Aufsichtsbehörden zugestimmt haben. Rath kehrt nach mehr als sechs Jahren zur Erste Group Bank zurück, wo er bereits von Sommer 2010 bis Frühjahr 2019 im Management des Firmenkundengeschäfts arbeitete.  

Insgesamt bringt Rath 23 Jahre Erfahrung im Corporate Banking mit. Seine Laufbahn begann er 2001 im Restructuring bei der damaligen Bank Austria. Seit Frühjahr 2019 war er bei der Raiffeisen Bank International für den Bereich Group Corporates zuständig. Der neue Leiter des Firmenkundengeschäfts tritt die Nachfolge von Hans Unterdorfer an, der im Herbst 2025 mit 58 Jahren bei einer Bergtour verunglückte. 

FTI Consulting erweitert Know-how im IP mit erfahrenem Anwalt

FTI Consulting hat sich die Dienste des erfahrenen Frankfurter IP-Anwalts Michael Fammler gesichert. Der frühere Baker-McKenzie-Partner ist seit Ende 2025 Senior Advisor bei dem Beratungshaus, zudem ist er seit Mitte 2025 Partner bei der auf geistiges Eigentum spezialisierten Kanzlei Löffel Abrar. Bei FTI Consulting soll Fammler eng mit dem bestehenden IP-Team unter der Leitung von Anke Nestler zusammenarbeiten. Das Team der Senior Managing Director ist spezialisiert auf ökonomische Analysen in streitigen Verfahren und die Bewertung immaterieller Vermögenswerte wie Patente, Marken und Know-how.

Aon greift Makler für Kanzleiversicherungen auf

Aon hat den Versicherungsmakler LTA Legal & Tax Assekuranzmakler aus Köln übernommen. Damit verstärkt sich der internationale börsennotierte Versicherungs- und Rückversicherungsmakler sowie Berater für Human Resources im Bereich der Versicherungs- und Risikolösungen für rechts- und wirtschaftsberatende Berufe im deutschsprachigen Raum. Nach Unternehmensangaben soll LTA als eigenständige Marke am Markt bestehen bleiben und künftig als Spezialmakler innerhalb des Aon-Konzerns agieren. Die Kanzlei CMS beriet den Käufer Aon bei der Transaktion.

LTA ist auf Kanzleiversicherungen und auf Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen spezialisiert. Zu den zentralen Kundengruppen gehören Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Insolvenzverwalter und Patentanwälte. LTA beschäftigt rund 25 Mitarbeitende am Hauptsitz in Köln sowie an weiteren Standorten in Berlin, Aachen und Wien.

Aon ist nach eigenen Angaben in 120 Ländern aktiv und hat weltweit 15.000 Kanzleien aller Größen als Kunden, darunter sieben der globalen Top-10-Wirtschaftskanzleien. In den USA und Großbritannien sieht sich das Unternehmen bereits führend in diesem Segment.

Dekabank beteiligt sich an Ratinganbieter Scope

Im Zuge einer Kapitalerhöhung der Scope Group hat sich die Dekabank mit weniger als 5 Prozent an der Ratingagentur mit Sitz in Berlin beteiligt. Deka arbeitete im Bereich Kapitalmärkte bereits mit Scope zusammen. „Mit unserer Beteiligung unterstützen wir die Weiterentwicklung eines wichtigen europäischen Projekts“, so Matthias Danne, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Dekabank in einer Mitteilung: „Scope fördert mit den Analysen und Bewertungen den Wettbewerb und die Vielfalt der Perspektiven in der Ratingbranche und stärkt die Autonomie der europäischen Kapitalmärkte.“ Den Ratingmarkt dominieren bislang vorwiegend Agenturen aus den USA und Großbritannien.

Neben dem Zentralinstitut der Sparkassen-Gruppe, dem Gründer Florian Schoeller sowie dem Stefan Quandt zuzurechnenden Ankerinvestor Aqton zählt Scope insgesamt mehr als 80 Aktionäre. Darunter sind die Versicherer Axa, Signal Iduna, Talanx/HDI und die Sparkassen Versicherung sowie die französische Großbank Crédit Agricole.

ZEB hat sechs neue Partner und erzielt zweithöchsten Umsatz

Die Strategie-, IT- und Managementberatung ZEB hat zu Anfang 2026 sechs neue Partnerinnen und Partner in Deutschland und der Schweiz ernannt. Insgesamt zählt das Eigentümergremium des Beratungshauses aktuell 67 Personen.

Mit den Neupartnerinnen und Neupartnern gab ZEB auch einen ersten Einblick in dem Umsatz im Geschäftsjahr 2025. Dieser belief sich auf rund 240 Millionen Euro und blieb damit um rund 4 Prozent hinter den Rekordeinnahmen von 250 Millionen Euro aus dem Jahr 2024 zurück. Für 2026 erwartet das Beratungsunternehmen in allen Geschäftsbereichen ein Wachstum.

ING holt neuen Leiter des Corporate Banking aus New York

Shyaam Poedai, ING. Foto: ING
Shyaam Poedai, ING. Foto: ING

Die ING Deutschland hat zum Jahreswechsel die Leitung des Corporate Banking in Deutschland neu besetzt: Shyaam Poedai ist neuer Head of Lending und verantwortet damit künftig die strategische Steuerung des Kreditportfolios im hiesigen Firmenkundengeschäft. Er wird von Frankfurt am Main aus arbeiten und direkt an Eddy Henning berichten, Vorstand und Head of Wholesale Banking bei der ING Deutschland.

Poedai arbeitet bereits seit 2015 für die ING Gruppe und hat langjährige Erfahrung im Firmenkundengeschäft. Zuletzt war er für die ING in New York in leitender Funktion im Risikomanagement tätig. Seine Vorgängerin Nikola Kopp arbeitet künftig als Head of Credit Risk Management für ING Deutschland.

Deutsche Bank löst Nachfolge bei Unternehmensbank Nordwest

Die Deutsche Bank hat einen neuen Leiter für die Unternehmensbank und die Corporate Coverage in der Region Nordwest gefunden. Tino Franzen ist Mitte Januar zu dem Geldhaus gewechselt und soll die beiden Rollen von Thomas Buschmann übernehmen, der Ende 2026 auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst des Geldhauses ausscheiden wird. Durch die Übergangszeit sieht die Bank eine „reibungslose Übergabe der verschiedenen Verantwortlichkeiten“ gewährleistet.

Franzen startete seine Laufbahn 2005 bei Unicredit und war dort von 2019 bis 2024 bereits Head of Corporate Banking Region West. Seit 2025 arbeitete er als externer Berater für Bain & Company, Tidely und Deutsche Firmenkredit Partner.

Boston Consulting hat sechs Neupartner in Deutschland

Die Boston Consulting Group (BCG) hat zum Januar zehn neue Partnerinnen und Partner in ihrer Region Zentraleuropa ernannt. Darunter sind sechs Ernennungen an den deutschen Standorten sowie zwei in Wien.

BCG Neupartner Januar 2026

Außerdem ernannte BCG in Zürich Can Schnigula und in Budapest Adam Karakas zu Partnern. Schnigula ist auf Markteinführungen im B2B-Bereich spezialisiert, insbesondere in der Medizintechnik. Karakas ist ein Experte für Operations, Regulierung und Marktdesign. Bereits zur Jahresmitte 2025 hatte BCG 13 Neupartner in Zentraleuropa ernannt, darunter zehn in Deutschland.

DZ Bank stößt als elfte Bank zum Qivalis-Konsortium

Das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank hat sich zum 1. Dezember der Initiative Qivalis angeschlossen. Diese plant, in der zweiten Hälfte 2026 einen Euro-basierten Stablecoin ins Leben zu rufen. Zu Qivalis gehören zehn Finanzinstitute: Banca Sella, BNP Paribas, Caixa Bank, Danske Bank, Deka Bank, ING, KBC, Raiffeisen Bank International, SEB und Unicredit. Sitz der Initiative ist Amsterdam, als Aufsichtsbehörde zuständig ist damit die niederländische Zentralbank DNB.

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.