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Muss CEO Sturm Fresenius zerschlagen?

Einst ein Traumpaar des Kapitalmarkts, jetzt schwer unter Druck: Die Fresenius-Chefs Rachel Empey (CFO) und Stephan Sturm (CEO)
Fresenius

Wenig Show, viel Substanz und eine starke Performance: In seinen zwölf Jahren als Fresenius-CFO war Stephan Sturm der Liebling des Kapitalmarkts. Mit seinen zahllosen Deals machte der Ex-Investmentbanker nicht nur viele Aktionäre, sondern auch seine früheren Kollegen reich. Doch seit seinem Aufrücken an die Konzernspitze und der Berufung von Rachel Empey als neuer Finanzchefin im Sommer 2017 hat sich der Wind gedreht: Ein wichtiger Milliardenzukauf (Akorn) wurde verpatzt, die Aktie hat sich seit 2017 halbiert. Sturm steht gewaltig unter Druck, und das könnte nun sogar dazu führen, dass er den Fresenius-Konzern zerschlagen muss.

Bei der Bilanzpräsentation Ende Februar fragte Sturm, „ob Fresenius noch genügend Wertschätzung vom Kapitalmarkt“ erhalte. Sein Konzern werde „in zunehmendem Maße bestraft, weil wir eine gewisse Komplexität aufweisen“. Sollte die Wertschätzung nicht zurückkommen und sich die aktuelle Vorliebe der Investoren für Aufspaltungen (Stichwort Daimler, Stichwort Conti) nicht als „kurzfristige Modeerscheinung“ erweisen, müsse Fresenius „alternative Wege gehen, um unseren Eigentümern eine Wertsteigerung zu verschaffen“.

Zwar schob Sturm noch schnell nach, dass ihm „die bestehende Konzernstruktur“ gefalle, weil sie viele Vorteile bringe. Aber seitdem steht sie im Raum, die Zerschlagung von Fresenius, initiiert von einem Management, das sich nicht mehr anders zu helfen weiß. Aber wäre das überhaupt sinnvoll, und welche Deals wären denkbar?

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