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Wirecard-Skandal: Die Männer hinter den Scheinfirmen

Dubai, Sitz des dubiosen Wirecard-Partners Al Alam: Wer waren die Hintermänner des globalen Betrugsnetzwerks?
Cara-Foto_stock.adobe.com

Gäbe es so etwas wie ein Handbuch für Bilanzfälscher, wäre dort dies hier einer der wichtigsten Tipps: Gründe so viele Tochter-, Unter- und Scheinfirmen wie nur möglich und verschachtele sie so ineinander, dass nur noch Du überblicken kannst, wie das Geld zwischen ihnen fließt.

Diese goldene Regel lässt sich bei fast allen größeren Finanzskandalen beobachten: Der amerikanische Milliarden-Betrüger Bernard Madoff hatte mehr als 80 solcher Firmen gegründet, und die in den „Panama Papers“ aufgedeckte, betreute Steuerhinterziehung durch die panamaische Kanzlei Mossack Fonseca wäre ohne ihre unzähligen Briefkastenfirmen nicht möglich gewesen.

Auch im Wirecard-Skandal spielen Scheinfirmen und Strohmänner eine entscheidende Rolle. Das Labyrinth aus Partnern und Partner-Dubletten, aus Treuhändern und Pseudo-Treuhändern, aus vielfältigsten Vertrags- und Cashflow-Verstrickungen mit dem Mutterkonzern war derart undurchsichtig, dass es den Hintermännern des Betrugs gelang, Milliarden von Euro unbemerkt abzuzweigen.

Bis heute gibt es keine einzige Spur zu dem Geld. Das könnte daran liegen, wie das Netz an Scheinfirmen aufgebaut wurde: Die Betrüger waren dreist genug, den mit Abstand größten Umsatz- und Gewinnbringer des Wirecard-Konzerns, das Drittpartnergeschäft („Third Party Acquiring: TPA“), nahezu komplett zu erfinden. Aus zahlreichen Dokumenten, die FINANCE vorliegen, lassen sich zentrale Teile dieses betrügerischen Netzwerks rekonstruieren – und auch die Namen der Hintermänner.  

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