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So lief die Uniper-Verstaatlichung hinter den Kulissen ab

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Monatelang verhandelten Hunderte Anwälte darüber, was mit Uniper passieren soll. Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com.
Monatelang verhandelten Hunderte Anwälte darüber, was mit Uniper passieren soll. Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com.

Drei Rettungspläne, unzählige Ad-hoc-Meldungen und am Ende eine Verstaatlichung, die eigentlich keiner wollte, aber als größte staatliche Rettungsaktion in die deutsche Geschichte eingeht. Das ist eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse bei Uniper im vergangenen Jahr. Dass es überhaupt so weit kam, lag an dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar. Der Krieg bescherte dem Düsseldorfer Gaskonzern, den E.on vor wenigen Jahren an die Börse gebracht hatte, eine massive Krise. Es stellte sich schnell heraus, dass Uniper „too big to fail“ war.

Wie vor Jahren die Banken in der Finanzkrise hätte eine Pleite eine Schockwelle durch die deutsche Energieversorgung gejagt. Hunderte Stadtwerke, mit denen feste Liefervereinbarungen bestanden, hätten vor dem Kollaps gestanden. Doch bis die Uniper-Rettung gelingen konnte, verhandelten verschiedene Parteien über ein halbes Jahr darüber, wie es mit dem Konzern weitergehen sollte. Ende Juni rief Uniper nach Staatshilfe, kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember, wurde die Verstaatlichung laut Bundesregierung schließlich abgeschlossen.

Die Akteure der Uniper-Verstaatlichung

Als zentrale Akteure saßen das Uniper-Management, der finnische Mehrheitseigner Fortum und die Bundesregierung am Verhandlungstisch. Die Parteien ließen sich rechtlich massiv beraten: Über 100 Anwälte der Kanzleien CMS Hasche Sigle, Linklaters, Allen & Overy, SZA Schilling Zutt Anschütz, Freshfields Bruckhaus und Hengeler Mueller waren involviert. Insider beschreiben die Verhandlungen als „enorm politisch“ und „meist nicht rational“.

In den Gesprächen kristallisierte sich ein Akteur als zentral heraus, der öffentlich kaum bekannt ist: Philipp Steinberg, der für das Bundeswirtschaftsministerium die monatelangen Verhandlungen leitete. Beteiligte loben sein Verhandlungsgeschick und seine Durchsetzungsfähigkeit in der schwierigen Situation.

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